Werwolf

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Der Begriff Werwolf (von germ. 'gwarulf' = Mensch-Wolf) bezeichnet ein Mischwesen aus Mensch und Wolf. Der Werwolf kommt als Sagengestalt in den meisten Regionen der Welt vor, in denen Wölfe anzutreffen sind. Je nach Sagenkreis ist der Werwolf freiwillig oder aus einem Zwang heraus von einem Menschen zu einem Wolf geworden. Er kann die Verwandlung auch je nach Sagenkreis selber steuern und rückgängig machen.

Meist sind Werwölfe als Jäger oder Mörder verschrien.


Herkunft

Werwölfe, Lykanthropen oder Wolfsmenschen tauchen in vielen deutschen, französischen und skandinavischen Geschichten auf. Heutzutage existiert ein Bild dieser Kreaturen, welches die Aspekte fast aller Werwolf-Mythen der Welt widerspiegelt, und das uns von Hollywood vermittelt wurde. Durch das legendäre mangelnde Interesse und der demonstrativen Ignoranz gegenüber europäischer Kultur und Folklore wurde in der Traumfabrik Kaliforniens ein Bild von einem gefährlichen Monster geschaffen.

Formwandler als Ursprung des Werwolfsmythos

Formwandler haben eine lange Tradition in den meisten Völkern dieser Erde. Sogar im ersten Epos überhaupt, wie der Epos von Gilgamesh aus dem antiken Babylon oft genannt wird, beschuldigt Gilgamesh, ein junger König aus Uruk, die Göttin Ishtar, einen Schäfer in einen Wolf verwandelt zu haben.

Du liebtest den Schäfer, den Meister der Hirten,
der dir immerdar Brot geopfert hat,
und der dir täglich ein Lamm für dich schlachtete.
Doch du bestraftest ihn, und hast ihn in einen Wolf verwandelt,
so dass nun seine eigenen Schäfer ihn jagen
und seine Hund nach seinen Beinen schnappen.
(Epos von Gilgamesh, Tafel VI, Übersetzung des Autors)

Faszination Wolf: Die Vermenschlichung des Wolfes

Von Gilgamesh über Ovid bis zur europäischen Folklore sind Wölfe und die Verwandlung in einen Wolf präsent. Wenige andere Tiere wurden so oft zum Ziel von Formwandler-Legenden.
Ein Grund für die Popularität von Wölfen könnte die Gefahr sein, welche von Wölfen ausgeht. Ein Wolf in der Nähe eines Dorfes bedeutete schon immer Gefahr für die Dorfbewohner. Kein anderes Raubtier ist ausserdem so weit verbreitet wie der Wolf. Er ist in Asien, Europa, Amerika und von den Polaren Regionen bis fast zum Äquator zu Hause. Dadurch lernten die Menschen in allen Zivilisationen der Nordhalbkugel diesen einsamen Jäger zu respektieren und zu fürchten. So ist es auch nicht überraschend, dass Geschichten über aussergewöhnliche Wölfe aufkamen.
In Märchen auf der ganzen Welt spielt der Wolf oft eine Hauptrolle. In deutschen Märchen, so wie dem Rotkäppchen oder dem Wolf und den sieben Geisslein ist der Wolf der Antagonist. So auch in der russischen Geschichte von Peter und dem Wolf, Griechischen Mythen, indischen Legenden und modernen Geschichten wie der Geschichte der drei kleinen Schweinchen oder Tex Avery Cartoons.

Insbesondere in europäischen Geschichten ist eine Transformation zu sehen, welche gerade die umgekehrte Richtung einschlägt wie bei den Werwolf Mythen. Es ist kein Mensch, der zu einem Wolf wird, sondern ein Wolf, der menschliche Züge annimmt. Er spricht, geht auf zwei Beinen und ist von den Märchengestalten manchmal nicht mehr als Wolf zu erkennen. Dass die Menschen in Mitteleuropa mit solchen Geschichten von Wolf-Mensch-Hybriden aufgewachsen sind, könnte ein wichtiger Grund für die Entstehung von Werwolfs-Mythen sein.

Warge

In altskandinavischen Gesetzestexten kann man einen interessanten Brauch finden, welcher teilweise die Furcht vor Wolfsmenschen, welche die Wälder heimsuchen, erklären kann.
Kriminelle, welche sich aufs Schlimmste an der Gemeinschaft vergangen hatten, sei es durch Mord, Vergewaltigung oder Verrat, wurden aus dem Dorf verbannt. Sie mussten danach in den Wäldern leben und sich von dem Ernähren, was ihnen die Natur hergab. Ohne Haus, fremde Hilfe oder Waffen. Sie mussten ihre Nahrung mit eigenen Händen fangen und auch die Tiere von Hand erlegen, wenn sie eines fangen konnten. Es könnte diese Tatsache gewesen sein, welche ihnen die Beschreibung 'Wargr'4 eingebracht hat. Sie wurden ebenfalls 'Wölfe' genannt, da der Wolf als ein verräterisches, grausames und rücksichtsloses Tier bekannt war. Ihre Einsamkeit in den Wäldern könnte auch ein Grund gewesen sein, aus dem sie von den Menschen als 'Wolf' bezeichnet wurden.
Wenn nun ein solcher Warg oder Wolf in den Wäldern vor einem Dorf lebte, wurden Reisende gewarnt. So ein verbannter Krimineller könnte einem Wanderer auflauern und ihn um der warmen Kleider und der Wegzehrung wegen überfallen. Also wurde den Menschen gesagt, dass ein Warg oder Wolf in den Wäldern lauere. Einheimische wussten genau, was diese Warnung zu bedeuten hatte. Manch ein Fremder dagegen, mag sich ein Bild von einem zweibeinigen Wolf gemacht haben, oder von einem Mann, der zu einem echten Wolf wurde und Menschen jagte.

Es gab aber in der nordischen Kultur noch einen weiteren Typ von Mensch, den man als 'Wolf' bezeichnete. Wie oben angedeutet, war der Wolf durchaus als grausamer, verschlagener oder gar verräterischer Geselle bekannt. So wurden auch Menschen, welche sich derart verhielten, als 'Wolf' bezeichnet. Ein verräterisches Gespräch wurde in der Dichtung als 'Sprechen mit Wolfszunge' umschrieben. Ein Verräter wurde schlicht 'Wolf' genannt. Diese Metaphern findet man mehrmals in der älteren Edda. [1+2]
Du hast mit den Wölfen gegessen
und brachtest deinem Bruder den Tod.
(aus: Helgi Hundingstöter)

Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass der Name des nordischen Gottes Loki (Der Verräter, welcher den Tod seines Bruders Balder in die Wege leitete und die Götter im Ragnarök verraten wird) kommt von der indogermanischen Stammsilbe 'lok-' für Wolf. Auch der Riese Utgardlóki (Loki des Riesenlandes), welcher Thor durch Betrug in einem Wettbewerb schlägt, trägt diese Stammsilbe im Namen.

Diese 'Wolfsmenschen' in Skandinavien hatten nicht die Macht, ihre Gestalt zu verändern. Sie bissen keine Unschuldigen, welche dann auch zu Wölfen wurden und sie wurden sicher nicht mit silbernen Kugeln gejagt. Dennoch lebte man in einigen Gebieten stets mit der Angst vor den Wargen, oder Wolfsmenschen.


Werwölfe heute

Der moderne Werwolf ist ein Mensch, welcher entweder von einem Werwolf gebissen wurde oder einen Vorfahren mit dieser Krankheit hatte. Werwölfe leben unerkannt unter uns und verwandeln sich in Vollmondnächten zu Wölfen. Sie sind stärker und schneller als jeder Mensch und sind mit Fell bedeckt. Ihre Zähne und Fingernägel verlängern sich ebenfalls während dieser Nächte, nur um wieder zu schrumpfen, wenn der Vollmond verschwindet. Diese Werwölfe jagen Menschen und feiern Schlachtfeste in Vollmondnächten, an denen sie die Menschen essen, welche sie angelockt oder gefangen haben. Das einzige, was so einen Werwolf stoppen kann ist eine silberne Kugel. Alle anderen Waffen sind nutzlos. Zusammen mit Vampiren und Mumien hatten die Werwölfe viele Auftritte in billigen Gruselfilmchen, seit dieses Genre geschaffen wurde. Aber dieses Bild von einem Werwolf ist sehr neu und hat nur teilweise seine Wurzeln in Legenden, welche in Deutschland und Frankreich seit dem Mittelalter erzählt werden. In diesem Aufsatz möchte ich auf die Legenden eingehen, welche einen Beitrag zur Schaffung dieses Monsters geleistet haben.

Mutation zu einem Werwolf

So vielseitig die Werwolfsmythen sind, so viele Möglichkeiten gibt es auch, sich in einen Werwolf zu verwandeln.

Ansteckung

Ein Attribut der Werwölfe von heute ist die Fähigkeit, andere durch einen Biss in einen Werwolf zu verwandeln. Die Quelle dieses Aspektes lässt sich aber nicht in nordischen Bräuchen oder Mythen finden, in denen Wolfsmenschen nur Kriminelle sind. Im frühmittelalterlichen Deutschland wird man jedoch schnell fündig.

Zu dieser Zeit wurden viele Sagen und Geschichten in den schnell wachsenden Dörfern Mitteleuropas erzählt. Und da niemand da war, um diese Geschichten schriftlich festzuhalten, wurden sie von Mund zu Mund weitergegeben. Mit jedem Mund wurden sie immer noch etwas grösser und unglaubwürdiger.
In dieser Zeit hatten die Menschen auch Kontakt mit der Tollwut. Es gab Wölfe in den Wäldern, welche tollwütig waren und immer wieder Hunde und auch Menschen ansteckten. Ein Hund, der an Tollwut erkrankt, hört nicht mehr auf die Befehle seines Herrn und kann ihn sogar anfallen. Ein Mensch kriegt Schaum auf den Lippen und beginnt zu schreien und sich zu winden. Er kann auch seine Mitmenschen angreifen. Wenn ein Dörfler nun mit Tollwut infiziert wurde und dadurch wie ein wildes Tier zu agieren begann, konnte sich niemand ausmalen, was passiert sein könnte. Das einzige, was jemand wissen könnte, ist dass dieser Mann im Wald von einem Wolf gebissen wurde, und sich nun selbst wie ein Wolf aufzuführen begann. So entstanden in den Dörfern, in denen dies vorkam, Geschichten über Wölfe, welche Menschen zu Wölfen machen konnten.

Auch eine weitere Krankheit wurde zu dieser Zeit mit Wölfen in Verbindung gebracht. Der Roggenwolf lauerte in Roggenfeldern und biss die Arbeiter bei der Ernte. Er hatte auch eine bösartige Mutter (wie der Unhold Grendel der dänischen 'Beowulf'-Sage), welche 'Roggenmutter' oder 'Kornmutter'5 genannt wurde. Die gebissenen Menschen merkten oft gar nicht, dass sie von etwas gebissen wurden. Aber kurz nach ihrer Heimkehr ins Dorf veränderte sich ihr Zustand schlagartig. Die Opfer fühlten sich wie gewürgt. Sie hatten irrationalen Hunger und Durst. Vor ihren Augen sahen sie Bilder, die nicht existierten und sie wurden aggressiv und unberechenbar. Nach einiger Zeit konnte es vorkommen, dass ihre Nase langsam abflachte und schwarz und feucht wurde. Die Ränder der Ohren bildeten sich zurück und wurden ebenfalls schwarz. Ihr Zahnfleisch wurde immer schmaler und es schien, als ob die Zähne wachsen würden. Ihre Fingerspitzen wurden ebenfalls schwarz. Ihre Zehen bildeten sich ebenfalls zurück und schmerzten, so dass sie sich kaum auf den Beinen halten konnten. Um die ganze Erscheinung zusammenzufassen: Die Opfer nahmen nach kurzer Zeit wolfsähnliche Züge an.
In Wirklichkeit litten die Opfer aber unter Ergotismus. Einer Krankheit, welche durch Kontakt mit Ergotoxin, einem Gift des Mutterkorn Pilzes (Aspergillus fumigatus), ausgelöst wird. Dieser Pilz wächst auf Roggenähren. Eine Person, die diesem Gift ausgesetzt war, hat Halluzinationen, welche durch die Ähnlichkeit des Giftes mit einem Neurotransmitter6 ausgelöst werden. Aber diese Halluzinationen sind leider nicht der einzige Effekt. Es verursacht auch die Zuschnürung kleiner Blutgefässe und verhindert dadurch die Blutversorgung in exponierten Körperstellen. Die Finger, die Nase und die Ohren beginnen dadurch am Körper zu faulen. Dann können auch ganze Arme und Beine absterben und Organe versagen langsam. Wenn die Dosis hoch genug ist, kann das Opfer daran sterben.
Noch heute wird Ergotismus mit Werwölfen in Verbindung gebracht. Im Roman 'Das Experiment' von Robin Cook untersucht eine Gruppe von Biochemikern ein psychoaktives Derivat des Ergotoxin und testen die Drogen an sich selbst. Dadurch verwandeln sich die Wissenschaftler nachtsüber in wilde Tiere, welche Menschen und Tiere angreifen, ohne am anderen Tag noch eine Erinnerung daran zu haben.

Diese beiden Krankheiten im mittelalterlichen Deutschland führten zu Geschichten über Wölfe, welche in den Wäldern oder Roggenfeldern lauerten und Menschen durch ihren Biss ebenfalls in Wölfe verwandeln konnten. Aber der Infizierte blieb in diesen Fällen immer in diesem Zustand, bis er schliesslich daran starb. Das Element der temporären Verwandlung ist in diesen Geschichten nicht vorhanden.

Vererbung

Ein Motiv, welches man in modernen Werwolf-Geschichten findet, ist die Vererbung der Lykanthropie. So wird beispielsweise im Hollywood-Film 'Teen Wolf' ein Junge zu einem Werwolf. Er hat diesen Fluch von seinem Vater geerbt, welcher ebenfalls ein Werwolf ist und damit umgehen kann.
Eine teilweise Erklärung für diesen Aspekt finden wir in der modernen Medizin. Es gibt verschiedene genetische Defekte, welche einem Menschen ein wolfsähnliches äusseres verschaffen können.

  • Kongenitale generalisierte Hypertrichiose (CGH) ist eine sehr seltene Krankheit, welche von extremem Haarwuchs am ganzen Körper und im Gesicht begleitet wird. Aus diesem Grund wird diese Krankheit im Volksmund als 'Werwolf-Syndrom' bezeichnet. Individuen mit dieser Krankheit waren in der Vergangenheit als Hundemenschen oder Affenmenschen im Zirkus und in Freak-Shows zu Hause.
  • Porphyrie ist ein Gendefekt, welcher es dem Körper verunmöglicht, Häm (Das Sauerstoff-Transportmolekül in Roten Blutkörperchen) zu produzieren. Sogar schwaches Sonnenlicht kann zu Hitzeblasen und Hautablösungen führen. Die Lippen und das Zahnfleisch können sich verschmälern und dadurch die Zähne lang erscheinen lassen. Ausserdem leiden auch die Porphyrie-Patienten an starkem Haarwuchs am Körper.

Vollmond als Auslöser der Verwandlung

Ein weiterer Aspekt der heutigen Werwolf-Geschichten ist die Verbindung mit dem Vollmond. Viele moderne Werwölfe verwandeln sich nur in Vollmondnächten. Dieser Aspekt taucht erstmals in der französischen Literatur des 16. Jh. auf. Dort findet man die Verknüpfung mit dem Vollmond beim sogenannten 'loup garou'.
Die Französische Kultur hat starke keltische Wurzeln. Es war nicht unter der Kontrolle der germanischen Stämme und hat dadurch mehr keltische Bräuche beibehalten als die mittel- und nordeuropäischen Regionen. In der keltischen Kultur war der Mond ein sehr wichtiges Element. Der Lauf des Mondes hat einen grossen Einfluss auf Menschen und Pflanzen, was auch den Kelten bereits bekannt war. Deswegen ist es nicht erstaunlich, dass in Frankreich die magische Verwandlung eines Menschen in einen Wolf mit dem Mond in Verbindung gebracht wurde. Der Vollmond ist die Mondphase, in der ihm die grössten Kräfte nachgesagt werden.

Ein weiterer Grund für die Verbindung des Vollmondes mit dem Werwolf-Mythos ist eine psychologische Krankheit. Es gab und gibt noch immer einige Menschen, welche sich selbst für Wölfe oder Seelenverwandte der Wölfe halten. Einige von diesen Menschen heulen auch den Vollmond an und verzehren rohes Fleisch, um näher an ihren Lieblingstieren zu sein. Diese Krankheit hat vor den Durchbrüchen in der Psychoanalytik im frühen 20.Jh auch in vielen Werwolf-Prozessen zu einer Verurteilung geführt. Dadurch sind Wolfsmenschen und der Vollmond bereits seit langer Zeit verbunden. Aber die Verbindung mit den deutschen Werwolf-Geschichten kam erst mit der französischen Literatur.

Schwachstellen der Werwölfe

Fast noch vielseitiger als die Beschreibungen von Werwölfen, sind die Arten, einen solchen zu töten. Manchmal scheint es, als werde in jeder Geschichte der Werwolf auf eine andere Art und Weise getötet. Viele dieser verschiedenen Wege kommen von den kulturellen Unterschieden der Regionen, in denen Werwolf-Geschichten existieren. Aber es gibt auch sehr moderne Methoden, welche erst in Romanen und Filmen aufkamen. Ich werde versuchen, die wichtigsten unter ihnen aufzuzählen:

  • Als die Werwolf-Geschichten in Mitteleuropa aufkamen, fanden die derzeit stark katholischen Menschen schnell einen Weg, die Werwölfe in den Geschichten zu töten. Man muss den Werwolf nur dreimal bei seinem Taufnamen rufen. Auf diese Weise übernimmt die christliche Seele in seinem Inneren wieder die Kontrolle und kann den Dämon vertreiben. Der Werwolf wird dadurch wieder zu einem normalen Menschen.
  • Regionen, in welchen keltische Riten noch verbreiterter waren, hatten einen anderen sicheren Weg, um Werwölfe abzuhalten. Man musste nur eine Esche hochklettern. Eschen sind heilige Bäume im keltischen Glauben und ein Dämon kann sie nicht hochsteigen. Der Werwolf wird also von seinem Opfer ablassen müssen.
  • Eine weitere Methode hat sowohl keltische als auch christliche Wurzeln. Man muss den Werwolf dreimal in die Stirn stechen. Er wird dann drei tropfen Blut verlieren und der Dämon wird den Körper verlassen. Diese Art der Dämonenaustreibung wurde zwar anfänglich nur für Hexen gebraucht, aber auch in Werwolf-Geschichten wurde sie teilweise angewandt.
  • Eine modernere Methode ist es, den Werwolf mit einer silbernen Kugel zu erschiessen. Eine Wunde, welche einem Werwolf von einer Silberkugel beigebracht wurde, kann nicht heilen. Dadurch stirbt er. Es gibt deutsche Werwolf-Geschichten aus dem 16. Jh. (z.B. Der Werwolf von Hüsby), in welchen ein Werwolf auf diese Weise aufgehalten wird. Natürlich ist diese Methode viel jünger als das Schiesspulver.
  • Es gibt auch eine gute Methode, welche uns von Hollywood vermittelt wurde. Sollte ein guter Freund oder die Hauptrolle des Filmes durch einen Biss in einen Werwolf verwandelt werden, möchte man diesen vielleicht nicht erschiessen. Also erfanden clevere Autoren einen guten Weg, um sie zu retten. Man muss nur den Meister-Werwolf töten. Das ist der erste Werwolf seiner Art, der all die anderen angesteckt hat. Wenn man diesen ersten Werwolf tötet werden alle, die von ihm gebissen wurden wieder Menschen. Der Fluch ist gebrochen und man kann getrost ein 'HAPPY END' einblenden.
  • Es gibt noch viele weitere Methoden, welche über die Jahre hinweg erfunden wurden. Man kann den Werwolf mit einem Silberpfahl ins Herz stechen (wie einen Vampir), ihn verbrennen, einen Zauberspruch auf ihn anwenden, ein Gegengift gegen Lykanthropie finden, oder ihn mit lange vergessenen Kräutern behandeln. Aber all diese Methoden stammen aus der Feder von gestressten Autoren, welche in ihrem Buch das Klischee ein wenig abändern wollten.


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