Tunguska

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Das Ereignis

Tunguska (auf deutsch Schlafendes Land) ist der Name eines Flusses im russischen Sibirien, wo es am 30. Juni 1908 um 07.17 Uhr Ortszeit zu einer lautstarken Explosion kam, deren Ursache bis heute unklar ist. Man spürte die direkten Auswirkungen des Ereignisses noch in 700 Kilometer Entfernung. Auf Grund der überlieferten Daten schätzt man heute, dass die Wucht der Explosion 2000 Hiroshima-Bomben entsprach (10 bis 15 Megatonnen). Auf einer Fläche von der Größe des heutigen Staates Belgien wurden entwurzelte Bäume gefunden. Im Zentrum der Explosion fand man Reste eines Waldbrands. Insgesamt wurden 6.000 qkm Kiefernwald zerstört. Tiere in der Umgebung der Explosion starben innerhalb von Sekunden, der Tod von Menschen in dem Zusammenhang mit der Explosion ist nicht bekannt. Der aufgestiegene Staub bedeckte noch monatelang den Himmel Sibiriens. Weltweit wurde das Ereignis von Erdbebenstationen gemessen.

Die Zeugenaussage eines russischen Bauern, der sich rund 60km entfernt befand: Ich saß vor meiner Haustüre und blickte nach Norden, als plötzlich im Nordwesten ein gewaltiger Blitz aufleuchtete. Es entstand so große Hitze, dass ... mein Hemd am Rücken fast versengt wurde. Ich sah eine riesige Feuerkugel, die einen großen Teil des Himmels bedeckte... Danach wurde es dunkel, und gleichzeitig spürte ich eine Explosion, die mich von meinem Hocker schleuderte. Ich verlor das Bewusstsein... (aus: Wie eine zweite Sonne, John Baxter/Thomas Atkins; Econ Verlag, 1977)

Unbestätigte Aussagen behaupten, dass vor der Explosion ein längliches Objekt am Himmel über Sibirien gesehen wurde. Europa wurde 3 Tage lang von Wolken in 80 km Höhe hell erleuchtet.

Späte Erforschung

Durch die politischen Umstände (1. Weltkrieg und Revolution in Russland) kam erst 1927 der erste Beobachter in Form des Mineralogen Leonid A. Kulik ins Zentrum der Explosion. Bäume und Äste, die er vorfand, deuten auf Explosion in der Luft und nicht am Boden hin. Es wurde außerdem bisher kein Krater eines Meteoriten gefunden, es gibt jedoch das Gerücht, dass russische Jäger rund 150 km vom Zentrum der Explosion entfernt einen Krater fanden.

Am Tunguska-Fluss wurden in der Folge Anomalien beobachtet (z.B. beschleunigtes Wachstum vom Bäumen).

Theorien

  • Meteor (vertreten von Leonid A. Kulik und dem größten Teil der Personen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen)
  • Andrej Olchowatow Theorie: seismische Ursachen - dafür spricht Existenz eines Vulkans, der vor 250 Millionen Jahren an dieser Stelle ausbrach (auch von Wolfgang Kundt vertreten) - dagegen Zeugenaussagen, die von fallenden Objekten berichten, und Abwesenheit eines entsprechenden Kraters.
  • natürliche Nuklearexplosion - höchst unwahrscheinlich, da für bedeutende Leistungen die kritische Masse sehr schnell zusammengefügt werden muß, was durch natürliche Prozesse schwer zu erklären ist
  • künstliche Atombombenexplosion - nach heutigen Kenntnissen hatte zu dieser Zeit keine Nation der Erde die technischen Möglichkeiten dafür
  • Die Einwohner des Gebietes (Ewenken oder Tungusen) reden von den Agdy, welche in Schiffen aus Metall und mit feurigen Augen zur Erde kommen, diese sollen die Explosion verursacht haben
  • Ein weiterer Mythos spricht davon, dass die Dropa angeblich 1908 von einem Raumschiff abgeholt worden sein, welches aber bei der Landung verunglückte
  • Außerirdische Antimaterie
  • schwarzes Loch - absurd, da schwarze Löcher insbesondere dadurch auffallen, dass sie Materie und Energie "verschlucken"
  • abstürzendes außerirdisches Raumschiff
  • Nikola Tesla habe mit einem selbst entwickelten Gerät die Explosion von den USA aus verursacht (Quelle)

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