Skalarwellen

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Skalarwellen (elektromagnetische Longitudinalwellen) sind hypothetische Wellen, die sich von den herkömmlichen elektromagnetischen Transversalwellen durch eine Schwingungsebene parallel zur Ausbreitungsrichtung unterscheiden sollen. Sie sollen also Merkmale von Longitudinalwellen besitzen.

Nach dem Stand der Forschung in der Physik gibt es im Vakuum und in nichtleitenden, nichtgeladenen Medien (wie Luft, Glas, etc) nur elektromagnetische Transversalwellen.

Konstantin Meyl

Prof. Dr.-Ing. Konstantin Meyl lehrt an der Fachhochschule Furtwangen und vertritt auf seiner Homepage die Hypothese der Skalarwellen. Des weiteren finden sich dort z.B. Texte von ihm zu "Neutrinopower", "Freier Energie", "Tesla-Strahlung", "Elektro-Smog" und zum Einsatz der Skalarwellen in der Medizin.

Der Link "Shop" auf der Homepage von K. Meyl führt ins "Erstes Transferzentrum für Skalarwellentechnik"

"Erstes Transferzentrum für Skalarwellentechnik" (ETZS)

Dieses Zentrum wurde von Prof. Dr.-Ing. Konstantin Meyl im Jahre 1988 als Steinbeis Transferzentrum für Antriebstechnik gegründet und ist nach Auflösung aller Verträge durch die Stiftung im April 2003 in die jetzige Form überführt worden. Prof. Meyl hat sich im März 2004 von seiner Leitung zurückgezogen, in einem Shop kann man auch diverse zugehörige Gerätschaften exklusiv erwerben.

Quelle

Die Domain k-meyl.de (Homepage des Hernn Meyl) und die Domain etzs.de (Homepage/Shop des "Erstes Transferzentrum für Skalarwellentechnik") sind beide auf Konstantin Meyl (INDEL Industrieelektronik GmbH) registriert (siehe hier und hier), auf beiden Seiten wird im Impressum die gleiche Adresse angegeben, auf beiden Seiten finden sich unter "Kontakt" die gleichen Telefon- und Faxnummern etc. (Stand: 14. Mai 2007)

Herr Meyl äußert dazu in der Diskussion zu diesem Artikel hier:

Ich verkaufe überhaupt kein Gerät. Ich bin Wissenschaftler und entwickle höchstens solche.

Angebote im Shop

Unter den diversen Schriften, Videos etc. von K. Meyl, die angeboten werden, findet sich auch sein Roman "Sendetechnik der Götter":

Konstantin d. Gr. wird von seinem Lehrer im roemischen Kaiserpalast 304 n. Chr. in die antike Sende- und Empfangstechnik eingeweiht.


Des Weiteren werden verschiedene Skalarwellengeräte und Sets (von 800 bis 9.860 EUR, Stand: 14. Mai 2007) angeboten:

  • Demo-Set (Baukasten zum experimentellen Nachweis einer Skalarwellenübertragung)
  • Experimentier-Set (Baukasten zur Skalarwellenübertragung für Fachleute zu Experimentierzwecken)
  • Digitales Skalarwellengerät (Dieses Gerät ist im Auftrag von Ärzten und Heilpraktikern entstanden. Es ist ein Wellnessgerät und dient zur Verbesserung des Energiehaushaltes des Körpers und auch zur Informierung auf "elektro-homoeopathischer" Basis. Dem SWG-M liegt alles benoetigte Zubehoer, wie Netzteil, Verbindungskabel usw. bei. Das Gerät besitzt CE-Zertifizierung.)
  • Skalarwellengerät (Dieses Gerät ist im Auftrag von Aerzten und Heilpraktikern entstanden. Es ist ein Wellnessgerät und dient zur Verbesserung des Energiehaushaltes des Koerpers und auch zur Informierung auf "elektro-homoeopathischer" Basis. Dem SWG-A liegt alles benoetigte Zubehoer, wie Netzteil, Verbindungskabel usw. bei. Das Gerät besitzt CE-Zertifizierung.)


Kritik & Diskussion

Widerlegung der theoretischen Herleitung der Skalarwellen

In seiner Widerlegung (siehe auch Diskussion zu diesem Artikel hier) schreibt Diplomphysiker Manuel Hohmann:

Ich habe die Herleitung der Skalarwellen einer ausgiebigen Prüfung unterzogen. Dabei bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Herleitung nach Prof. K. Meyl (ich habe das Buch Neutrinopower gelesen) keine elektromagnetische oder elektrostatische Wellenausbreitung beschreibt, weder eine Skalarwelle noch eine andere Form von longitudinaler Welle und insbesondere auch keinerlei Analogie zu einer Langmuir-Welle in einem Plasma aufweist.


Dr. rer. nat. Klaus Keck

Dr. rer. nat. Klaus Keck, der sich u.a. auch mit dem o.g. im ETZS-Shop angebotenen Experimentier-Set ausführlich beschäftigt hat, dokumentiert seine Ergebnisse hier: Die Meyl'schen Skalarwellen. Nur wissenschaftliches Fehlverhalten oder irreführende Vermarktung von Pseudowissen? (17.08.05)

Zitate:

Professor Meyl vermarktet Demo- und Experimentiersets für 800.- EUR bzw. 1400.- EUR mit denen angeblich eine überall im Raum vorhandene Raumenergie nachgewiesen werden kann. In dieser Dokumentation zeige ich, daß Meyl in eklatanter Weise gegen die wissenschaftliche Redlichkeit verstößt und begründe, warum ich der Meinung bin, daß Meyl die Käufer seiner Sets, die Teilnehmer an seinen Seminaren und die Käufer seiner Bücher in die Irre führt.

(Quelle: Die Meyl'schen Skalarwellen. Nur wissenschaftliches Fehlverhalten oder irreführende Vermarktung von Pseudowissen?)


Fazit
  • Mit den Meyl'schen Demo-Sets lassen sich keine Skalarwellen nachweisen, wie Meyl jetzt selbst einräumt.
  • Es ist bisher noch niemandem gelungen, Skalarwellen nachzuweisen.
  • Mit dem Meyl'schen Demo-Sets läßt sich kein Overunity-Effekt oder Wirkungsgrad über 100% nachweisen. Meyl hat das auch angeblich nie behauptet.
  • Auch alle anderen, von Meyl vorgeschlagenen Versuche lassen sich mit den Sets nicht durchführen, weil es sich nicht um eine drahtlose Energieübertragung handelt.
  • Die gute Nachricht zuletzt: Die Sets können aber nach wie vor zum An- und Ausschalten von Leuchtdioden verwendet werden.

(Quelle: Kommentare zu Meyls Stellungnahme zu Naunis Bericht)


Professor Dr. rer. nat. Gerhard W. Bruhn


Diplomphysiker Herbert Weidner

Bewertung der Skalarwellentheorie

Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Dokumentation eine laienhafte Darstellung - unbrauchbar für ernsthafte Kontrollversuche. Wir vermissen nachprüfbare numerische Ergebnisse und jegliche Fehlerbetrachtung. Der im Bausatz enthaltene Oszillator ist mangelhaft und die (auf SENDER- und EMPFÄNGERplatinen) als 'Anzeigeinstrumente' eingebauten LED produzieren starke Oberwellen. Verwendet man einen oberwellenarmen Oszillator und Standardinstrumente wie Oszillograf und Spektralanalysator, so existieren - bei ausgelöteten LED - die von Meyl beschriebenen Effekte überhaupt nicht mehr.

Wie wir nachwiesen, entbehrt die von Meyl sehr 'hemdsärmelig' vorgenommene Schätzung eines 'zu 98% unkonventionellen Verhaltens' seines Teslaschwingkreises jeder nachvollziehbaren Grundlage. Nach unseren Messungen und Berechnungen trifft genau das Gegenteil zu: In jeder Teslaspule werden nur etwa 0,8% der ankommenden Energie 'verbraten', der weit überwiegende Teil wird 'weitergereicht', um bei der Meylschen Wortwahl zu bleiben. Da er aber sehr viel Wert darauf legt, 'immer nur von diesen 98% externer Feldenergie zu reden', steht er - gemeinsam mit seinen esoterischen SKALARWELLEN - nicht auf wissenschaftlichem Boden.


Dr.-Ing. Thomas F. Eibert

Übersicht

Seit geraumer Zeit erregt Konstantin Meyl mit mehr oder weniger spektakulären Aussagen zu allen möglichen naturwissenschaftlichen Erscheinungen die Aufmerksamkeit vieler populärwissenschaftlicher Kreise. Die unterschiedlichsten physikalischen Erscheinungen werden von ihm angesprochen und er schlägt seine sogenannte Theorie sogar als die allumfassende „Theory of everything“ (Weltformel) vor. Im vorliegenden Beitrag werden einige seiner Aussagen, insbesondere auf der Grundlage der beiden Bücher [1,2], etwas näher beleuchtet, wobei die Konsistenz seiner sogenannten Beweisführungen im Mittelpunkt des Interesses steht. Es zeigt sich sehr schnell, dass Meyl sich immer wieder in unauflösbare Widersprüche verstrickt, sobald er von den etablierten Theorien abweicht. Weder seine Longitudinal- oder Skalarwellen noch seine sogenannten Potenzialwirbel sind in irgendeiner Weise schlüssig begründbar, wobei zu den Longitudinalwellen zu sagen ist, dass diese in der klassischen Maxwell’schen Theorie – in der Regel überlagert mit transversalen Feldanteilen – durchaus wohl bekannt sind, obwohl Meyl das Gegenteil behauptet. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass weder in den theoretischen Abhandlungen von Meyl noch in seinen Erklärungsversuchen für physikalische Erscheinungen etwas gefunden wurde, was einer ernsthaften Überprüfung standhält, sobald es von dem bekannten und etablierten Kenntnisstand der Wissenschaft abweicht. Außerdem hat sich in umfangreichen Untersuchungen des Experimentierkits zur Demonstration der Meyl’schen Skalarwellen [5,6] gezeigt, dass dieses keinerlei Effekte hervorbringt, die nicht im Rahmen der etablierten Elektrotechnik erklärbar wären.


Stellungnahmen seitens der Fachhochschule Furtwangen


Weiteres

Weitere Links finden sich auf der EMVU-Informationsseite von Dipl. Ing. Ralf Dieter Wölfle (von der auch einige oben genannte Links stammen): Longitudinalwellen - Auch Längs-, Skalar- oder Teslawellen genannt


Links & Quellen

Quellen: Wikipedia und die im Text genannten Websites

Scalar field theory (pseudoscience) in der englischsprachigen Wikipedia, deutlich umfangreicher als in der deutschen.

Kommentare von Herrn Meyl in der Diskussion zu diesem Artikel

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