Robert Anton Wilson

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Dies ist ein Auszug aus dem Buch: Ist Gott eine Droge oder haben wir sie nur falsch verstanden und weitere Spielereien zwischen Gegenwart und Zukunft" von Robert Anton Wilson

Es wurde gescannt und durch die OCR gejagt. Es muß noch korrigiert werden.

Mit dem Bearbeiten bin ich kläglich gescheitert, weil ich nicht regelmäßig gespeichert habe. Ein Stunde Arbeit futsch.

Dafür habe ich jetzt das mit dem Scannen und OCR besser verstanden.

Ein Gespräch mit Robert Anton Wilson, das 2. Stück aus dem erwähnten Buch, ist in sehr viel kürzerer Zeit und mit weniger Fehlern entstanden.

Der Text wandert demnächst in eine andere Seite und hier werden Informationen zum Autor gesammelt.

Der Profi sagt nur RAW

Beitrag

Den Anfang des Orginaltextes habe ich finden können: http://www.rawilson.com/sitnow.html http://www.rawilsonfans.com/bibliography.html Es sieht wirklich danach aus, daß die deutsche Übersetzung in einigen Punkten verbesserungswürdig ist.

Titel

Die Verfolgung und Ermordung der Parapsychologen dargestellt von den Insassen der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft unter der Regie des verblüffenden Randi



Der Titel nimmt Bezug auf das Drama in 2 Akten Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade von Peter Weiss (1964 uraufgeführt). Orginaltitel "The Persecution and Assassination of the Parapsychologists as Performed by the Inmates of the American Association for the Advancement of Science under the Direction of the Amazing Randi"


Der Romancier arbeitete an einem gewaltigen, zyklopischen Schwert-und-Zauberei-Epos, das sich im Europa des 18. Jahrhunderts abspielte, vollgestopft mit Duellen und Verführungen und Revolutionen und einer Besetzung, der ungeheuerliche Persönlichkeiten,wie Napoleon und der Marquis de Sade angehörten. Es versprach,ein saftiges Stück Arbeit zu werden, und dann rief High Times an, um zu fragen, ob man der 1980 in San Francisco stattfindenden Versammlung der American Association for the Advancement of Science (AAAS, Amerikanische Gesellschaft zur Förderung der Naturwissenschaften) beiwohnen und darüber einen Artikel verfassen würde.

«Zeit! Bargeld! Kunst! und Geduld!», wie Herrnan Melville einmal stöhnte. Ah, Bargeld, ganz besonders. Der Romancier war gar nicht so überzeugt, dass er sich aus dem Roman ziehen lassen wollte, wenn dieser so gut vorankam

Dr. John Wheeler verdammte 1979 die Parapsychologen

Aber High Times hatte ihn Haken, nicht nur mit $$$$, sondern mit dem Vorschlag, dass sie ihn als Beobachter haben wollten, um zu beobachten, wie die Parapsychologen diesmal behandelt oder misshandelt werden würden. Man muss dabei wissen, dass bei dem letzten Treffen der AGFW 1979 in Houston, Texas, Dr. John Wheeler, der in der Physik das ist, was Paul McCartney in der Plattenindustrie, die Parapsychologen zur Hölle und zurück verdammt und verdonnert hatte. Dr. Wheeler ist wirklich ein grosses Kaliber. Seine Beiträge zur Quantentheorie,zur Schwerkraftsgeometrie und weiteren geheimnisumwobenen Zweigen der Physik sind von buchstäblich kosmischen Ausmassen. Auch trägt er die Auszeichnung, manchmal als Vater der Wasserstoffbombe bezeichnet zu werden, ausser in den Kreisen. wo Dr. Edward Teller als Vater der Wasserstoffbombe bezeichnet wird. Warum jemand in einem so gelagerten Fall scharf auf den Vaterschafts-Anspruch sein sollte, bleibt dem Nichteingeweihten ein Rätsel. Der Romancier würde persönlich eher als Vater der Beulenpest bezeichnet werden wollen, aber man weiss ja, verschiedenes Reiben für verschiedenes Treiben, verschiedene Gene, verschiedene Szene, usw.

Wheeler hat eine weitere Auszeichnung, für die ihn der Romancier herzlich liebt. In einem Moment der Schwäche oder einem Moment oder vielleicht, nachdem er, beim Einkleben von Zeitungsausschnitten, in denen er namentlich erwähnt wurde, zulange Leim geschnüffelt hatte, setzte er seinen Namen neben die Physiker Everett und Graham auf ein Papier, in dem sie hinweisen, dass alles, was passieren kann, tatsächlich passiert. Sie meinen, es gäbe Millionen über Millionen und Abermillionen von Universen, jedes so ausgedehnt in Zeit und Raum wie dieses, in denen leicht verzerrte Fotokopien von jedem von uns Variationen des Lebensdrehbuches durchleben, das wir tatsächlich hier durchmachen. Konkret betrachtet scheint das zu bedeuten, dass in dem Universum nebenan Dr. Wheeler seinen Namen nie unter eine solch bizarre Spekulation setzte, und im Universum zwei Sprünge weiter wurde er überhaupt nicht Physiker, sondern vielleicht und noch ein bisschen weiter wurde er nie geboren, weil seine Mutter abtreiben liess oder seinen Vater nie kennenlernte. Und so weiter und so fort, durch alle denkbaren Permutationen

Wenn dich dies schwindelig macht, lass dich von dem Gedanken erquicken, dass es ausschliesslich mögliche Universen beinhaltet. Das Everett-Wheeler-Graham-Modell, oder auch kurz EWG, behauptet nicht, dass Kopien von dir in völlig unmöglichen herumwandern

Nur wenige Physiker nehmen dieses Modell ernst (und es heisst, dass es alles Acid-Heads sind), aber der Romancier liebt es, weil es als Literatur vorzüglich ist.

Aber 1979 Dr. Wheeler, der Mann, der seinen angesehenen Namen diesem masslosen Katzenjammer verliehen hatte, die Parapsychologen als abwegig an. Es war, wie wenn sich Salvador Dalí beschwert, Picasso male nicht realistisch. Nun, es besagt schliesslich nichts, was schon ist: Verschiedene Zwirne für verschiedene Hirne, verschiedene Programme für verschiedene Pogrome.

Aber Dr. Wheeler hatte in Boston nicht nur gegen die Parapsychologen gewettert. Er war viel weiter gegangen und hatte die Meinung vertreten, sie sollten verdammt noch mal aus der amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft gefeuert werden, weil ihre Forschungsmethoden schludrig wären. ((Schludrige Forschungsmethoden)) ist der Terminus, den ein Wissenschaftler verwendet, wenn ein anderer Wissenschaftler Ergebnisse vorweist, die ihm nicht gefallen.

Dies hatte eine riesige Debatte in Science (Wissenschaft), dem Journal der American Association for the Advancement of Science (AAAS, Amerikanische Gesellschaft zur Förderung der Naturwissenschaften) und nach sich gezogen. Ein weiterer Physiker, der hier anonym bleiben soll, charakterisierte das intellektuelle Niveau der Debatte für den Romancier, indem er den Stil einer typischen Mitteilung so darstellte: «Sehr geehrte Herren: Ich habe meinen geschätzten Kollegen nicht als Arsch bezeichnet. Vielmehr nannte ich ihn einen Idioten.».

Wie auch minderwertigere Sterbliche neigen Wissenschaftler dazu, sich in ihre eigenen Ideen zu verlieben, sie zu schützen und ihr Territorium zu verteidigen. Immerhin sind wir ja eine domestizierte Spezies von Primaten.

Der Romancier hatte eigentlich eigene, private Gründe, überprüfen zu wollen, wie Parapsychologen andere Ketzer bei der Generalversammlung der AGFW 1980 behandelt würden. Er selbst hatte keine so hohe Meinung von den Parapsychologen. Es schien ihnen an Fantasie, Poesie und Spontaneität zu mangeln -er meinte, sie sollten ihr Bewusstsein erweitern, indem sie moderne Physik studierten.

Aber ihn interessierten Ketzer allgemeinen sowie die Behandlung, die sie seitens des wissenschaftlichen Establishments erfahren. Dieses Interesse war zur Zeit besonders ausgeprägt, weil es eine Stelle in dem historischen Roman gab, die ihm Schwierigkeiten machte. Sein Held, Sigismundo Celine, hatte einen Meteoriten fallen sehen. Celine schleifte das verfluchte Ding, das nach den Lehren der Wissenschaft des 18. Jahrhunderts gar nicht existieren konnte, zur Akademie der Wissenschaftenin Paris. Natürlich wurde er seine Mühe von allen Seiten angegriffen und verhöhnt. Dies entsprach den Gepflogenheiten: Jeder, der den Wissenschaftlern des 18. Jahrhundert einen Meteoriten meldete, wurde behandelt wie heute eine Begegnung der Dritten Art.

Das Problem bestand die geistige Einstellung der Wissenschaftler von 1780, diesen selbsterklärten Männern des Geistes, die von ihrer eigenen Erleuchtung so überzeugt waren, nachzuvollziehen. Sicherlich würden sie Celines Meteorit nicht mit denselben Argumenten abweisen, die die [Heilige Inquisition] angewendet hatte, um zu widerlegen, was [http: Galileo] durch sein Teleskop sah «Es ist weder in der Bibel noch bei Aristoteles zu finden, also kann es nicht wahr sein.» Und trotzdem wiesen sie das gesamte Beweismaterial über Meteoriten zurück.

Wie konnten sie sich von der eigenen Rationalität überzeugen, wenn sie sich weigerten, die Tatsachen in bezug auf Meteoriten ins Auge zu fassen? Der Romancier beschloss,zu beobachten, wie die AGFW heute mit Unorthodoxie umgeht, um so einen Einblick in die Handhabung der Akademie der Wissenschaften in Sachen Meteoriten Jahre 1780 zu gewinnen Und so vollzog er eine topologische Umwandlung, und als Journalist und Exromancier stieg er am zweiten Tag der AGFW-Versammlung im San Francisco ab, um sich an Eindrücken und, hoffentlich, etwas Weisheit im Laufe einer Diskussionsrunde über «Wissenschaft und Pseudowissenschaft» zu ergötzen.


Der Journalist hatte reichlich Ahnung davon, was «Pseudowissenschaft» bedeutet. Leute, die das heutige Gegenstück von Meteoriten meldeten, würden eins draufkriegen-das bedeute es. Es war ein Axiom seiner Philosophie, dass 'zehntausend geschulte Zeugen, die etwas berichten, was der örtlichen Tunnel-Realität nicht passt, weniger Glaubwürdigkeit ernten als zwei Besoffene, die in einen Verkehrsunfall verwickelt sind

Du siehst schon, das Gehirn des Journalisten war bereits von der bösartigen Idee vergiftet, dass er einer Art von Ketzer-Gericht beiwohnen würde, wo die an den Pranger gestellt werden sollten, die aufgrund von Betäubungsmitteln, Selbsttäuschungen oder (vielleicht!) überdurchschnittlichem Sehvermögen Dinge sahen, von denen die AGFW nichts wissen will. Du magst sagen, das war eine Versammlung von Paranoiden oder dass es auf einer zynischen Erwartung dessen basierte, was von domestizierten Primaten erwartet wird, wenn sie sich in Gruppen um Wahrheit zu aber zumindest macht der Journalist weder sich selber noch seinen Lesern etwas über seine eigenen Ketzereien vor.

Natürlich fand das Symposium über verdammungswürdige Lästerer und wie man sich ihrer entledigt(!) -pardon, ich meine, über «Wissenschaft und Pseudowissenschaft» - nicht an dem Ort oder zu der Zeit statt, die im Programm standen. Das ist etwas weiteres bei den domestizierten Primaten, wenn sie sich in Gruppen zusammenfinden: Sie tun Dinge nie dann, wenn sie sagen, dass sie sie tun werden. Das ist einer der [Gesetze Parkinsons]. [Parkinson] war einer der Lieblingswissenschaftler des Journalisten, denn alle behaupteten, dass das, was schrieb, Satire in der Verkleidung von Wissenschaft war. Der Journalist war mehr als nur halb überzeugt, dass der einzige Weg, Wahrheit unter domestizierten Primaten zu veröffentlichen, der ist, sie glauben zu lassen, es wäre Satire.

Einschub : Pressekonferenz von Barry Commoner

Nachdem er sich im Pressezimmer die neuen Daten des Gerichts verschafft hatte, begab sich der Journalist zur Pressekonferenz, die von dem Ökologen [Commoner] abgehalten wurde Commoner, fand er, sieht genauso gut aus wie ihn seine Fotos zeigen und entspricht genau jedermanns Vorstellung von einem distinguierten älteren Wissenschaftler. Wenn das nicht bereits sein Beruf gewesen wäre, hätte Dr. Commoner eine enorme Karrierein machen können, als Darsteller von distinguierten älteren Wissenschaftlern im Film. Kein Wunder, dass er Präsident werden will.

Dr. Commoner sagte, dass unser Vorrat an nicht-erneuerbaren Rohstoffen zu Ende aber dass uns Mengen von erneuerbaren Rohstoffen zur Verfügung stehen. Das einzige Problem, das wir haben, sagte er, ist, dass die Leute, die unsere Gesellschaft dirigieren, anscheinend nicht umstellen wollen von nicht-erneuerbar auf erneuerbar. Wir haben nur noch fünf bis zehn Jahre, um uns auf bare umzustellen, fuhr Dr. Commoner fort. Er erklärte uns das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Mit dem Knappwerden des sagte er, werden die Preise dafur steigen und steigen und steigen, denn sie werden schwieriger zu beschaffen sein. Der Journalist versuchte sich vorzustellen, Exxon liesse sich nicht auf nicht-erneuerbares Öl ein (bei Gewinnen die steigen, steigen, steigen. . .), aber auf erneuerbare Sonnenenergie (wo die Gewinnstruktur zur Zeit noch völlig unklar ist). Es ist offensichtlich, dass Exxon dies nur tun wird, wenn der Präsident das Heer, die Marine, die Marineinfanterie und die Luftwaffeschickt, um sie dazu zu zwingen.

Es wurde klar, dass sich Dr. Commoner nur um die Präsidentschaft bewarb, weil er eines Morgens in den Spiegel geguckt und erkannt hatte, dass er so aussieht wie ein Präsident aussehen sollte. Der Journalist verwandelte sich zurück in den Romancier und versuchte, sich Dr. Commoner vorzustellen, wie er sich abmühte, den Aufsichtsratvon Exxon davon zu überzeugen, dass man zum Wohle der Menschheit von auf Sonnenenergie umschalten sollte. Es würde wie in den Eingangsszenen von 2001 sein, meinte er. Das Alpha-Männchen würde mit den Muskeln protzen und brüllen. Die restlichen Primaten würden das Signal aufnehmen und ihrerseits mit den Muskeln protzen und brüllen. Und dann würden sie Dr. Commoner auf die Strasse setzen.

«Mische dich nicht in die Angelegenheiten von Primaten ein, denn sie sind schwer zu durchschauen und erzürnen schnell» wie der Galaktische Führer für primitive Planeten (möglicherweise gemeint ist der «Hitchhikers Guide to the Universe»)besagt.

Es schien dem Journalisten als wahrscheinlich, dass der wirkliche Grund, warum Dr. Commoner Präsident sein möchte, der ist, damit er, wenn Exxon mit den Muskeln protzt und ihn anbellt, mit der Bundesbürokratie protzen und zurückbellen kann, aber lauter.

Normales Säugetierverhalten, wie [Kinsey] in einem anderen Zusammenhang sagte.

Beginn der Tagung der AAAS

Und es gab weitere zoologische Aspekte (fand der Journalist, der sich rasch in einen Soziobiologen verwandelte), als die grosse Pseudowissenschafts-Runde am nächsten Morgen endlich doch noch tagte. Da waren fünf Sprecher, aber nur ein Standpunkt.

Wenn die sind, die meinen, einen Meteoriten gefunden zu haben, dann waren hier fünf bereit, die Sache zu debattieren, und dabei verdammt wohl wussten, dass es keine Meteoriten gab Dies überraschte den Soziobiologen kaum. Er erinnerte sich an die Debatte über Dr. Immanuel Velikowskys Kometenketzereien, die von dem Fernseh-Wissenschafiler Carl bei der Versammlung von 1971 inszeniert worden war, wo die runde aus und zwei weiteren Gegnern von Velikowsky bestand, und dem armen alten Velikowsky selbst. Der Drei-zueins-Vorteil trübte die Stimmung, da Velikowsky das Gefühl hatte, Bande würde ihn überrollen. So ungehobelt würde es bei dieser Gesprächsrunde nicht zugehen, denn sie stand 5-zu-0 statt 3-zu-1. Und das ist an Gehobeltheit schwer zu schlagen

Aus dem Wunsch heraus, einen Geist von Fairness und freier Befragung zu demonstrieren, wurde es den Ketzern jedoch gestattet, im zu sein, wo sie sich auch prompt vorne gruppierten, direkt unter der Rednertribüne, und dem Journalisten fiel sofort der Vergleich mit der ein. Für den logen illustrierte er das, was Tim Leary die vertikale Polarität des emotional-territorialen Kreislaufs nennt: Jede Primatengruppe definiert Autorität danach, wer höher und wer niedriger ist. (Leary meint, das sei der Grund, warum Diktatoren gerne von Balkons reden). Also waren die Primaten auf der Bühne die Autoritäten hier, und die Ketzer da unten auf der Sünderbank mussten den ganzen Vormittag lang zu ihnen hochsehen

Natürlich waren die Ketzer nicht geknebelt oder an ihre Stühle gefesselt, denn dies war ja kein Gerichtssaal in Gott sei Dank, sondern eine weise Gruppe von Gelehrten. Die Ketzer erhielten tatsächlich pro Kopf fünf Minuten, um sich zu verteidigen, aber das war später, nachdem die Rednerrunde sie drei Stunden lang schlecht gemacht und das Publikum sich zum Teil verdünnisiert hatte. Das war sicherlich eine faire Regelung oder eine Fairness, auch wenn sie nicht unbedingt die Bestimmungen der Rundfunkaufsichtsbehörde bezüglich gleichlanger Sprechzeiten erfullt

Dr. Sinclair, National Science Federation

Der erste Redner war Dr. Sinclair von der National Science Federation (Nationale Wissenschafts-Föderation, möglicherweise ist die National Science Foundation gemeint). Er sagte einen ganzen Haufen netter Dinge über die Wissenschaft, was nicht sonderlich überraschte. Wenn der Papst der erste Redner gewesen wäre, hätte man erwartet, dass er einen Haufen netter Dinge über Religion sagen würde.

Der Journalist machte sich während dieser Sermonette nur eine Notiz. Sie lautete: <<Wissenschaftler intensiv wetteifernd>>. Das Gedächtnis (stets unzuverlässiger als der zuverlässige Notizblock) zeigt an, dass Sinclair es gut fand, wenn Wissenschaftler miteinander wetteiferten, ob aber aus darwinistischen oder republikanischen Gründen, ist unklar.

Man erhielt immerhin den Eindruck, dass sich sehr bemühte, allen gegenüber gerecht zu sein, auch den Ketzern auf der Sünderbank.

Dr. Hyman, University of Oregon

Der nächste Redner war lebhafter. Das war Dr. Hyman von der University of Oregon. Er definierte etwas umständlich als pathologisch und definierte diese dann als Wissenschaft von Dingen, die so nicht sind. Man erhielt den Eindruck, als hatte Lemuel Gulliver von dieser Abhandlung berichten sollen. erste Regel unter Gelehrten hatte Gulliver vielleicht geschrieben, dass Ketzerei falsch ist, und dass Falschheit unwahr ist, und dass ferner das Unwahre ketzerisch könnte Gullivers Gastgeber (der wie ein Pferd aussieht und wie G. I. Gurdjieff redet) drängen, stellen sie fest, was ketzerisch ist, was falsch, was unwahr?)) haben eine unfehlbare Methode)), würde Gulliver erwidern. diese Methode lautet: sie glauben allein an das, was sich ihrem Intellekt beweisen lässt, und ihrem Intellekt beweisen sie nur das, was sie zu glauben gewillt Aber an dieser Stelle war es offensichtlich, dass der Journalist sich lächerlich gemacht und der Romancier die Chance ergriffen hatte, den Auftrag an sich zu reissen. Der Journalist gewann wie der die Oberhand, und Dr. Hyman, der keine Figur in einem satirischen Roman, sondern ein echter Mensch war, überraschte uns beide, indem er etwas düster argumentierte, dass das Pathologische an (pathologischer nicht nur bei den Ketzern, sondern in dem wissenschaftlichen Establishment selbst zu finden sei

Was Pathologie ausmacht, sagte Hyman und fing an wie Gre Bateson zu klingen, ist das Blockieren oder Verzerren der Kommunikationsvorgänge. Diejenigen, die damals in den Jahren versuchten, die Veröffentlichung von Dr Kosmische-Katastrophen-Büchern zu verhindern, hätten mehr Pathologisches hervorgebracht als Velikowskys Theorien es je vermocht hätten

Der Weg, die Wahrheit zu ergründen, fuhr Hyman energisch fort, ist der, die Diskussion sämtlicher Standpunkte zuzulassen

Dies war unter den gegebenen Umständen ein solch radikaler Einfall, dass der Soziobiologe wartete, dass Hyman von den Alpha-Männchen oben auf der Bühne ausgestossen und gezwungen würde, unter den Ketzern auf der Sünderbank Platz zu nehmen. Aber Hyman parierte geschickt und ging vehement die Begriffe Teleportation und ((psychische (zwei der verdammungswürdigsten aller Ketzereien, laut Establishment) zu verspotten. Er war doch auf der richtigen Seite, und nur ein Establishmentarier von Agnews Zuschnitt hätte ihn beschuldigt, Ketzerei gegenüber zu sein, nur weil er ans Debattieren glaubte

Die Sache mit der ((psychischen ist das Establishment besonders irritierend, denn ungeachtet der Anzahl der Verdammungen wird sie sonst recht nüchterenen Menschen immer wieder neu entdeckt oder halluziniert. Dr

ner, ehemals Präsident der Association for  ????logy (Gesellschaftfür Humanistische Psychologie) und führender Kandidatfür das Amt des Königs der Ketzer -falls eine so anarchistische Gruppe einen König hatte -führt mehr als neunzig auf, in denen diese psychischeKraft in der Geschichte der Wissen schaft wiederentdeckt oder wiederhalluziniert wurde. Der Alchimist Ibn Sina (Avicenna) entdeckte oder halluzinierte sie zum Beispiel im 12. Jahrhundert und nannte sie Anima Mundi. Paracelsus entdecksie als Munia, im 16. Jahrhundert, Luigi Galvani, der Pionier der Elektrizität, nannte sie Lebenskraft, Jahr 1790, Johann von Goethe nannte sie Gestaltung, Jahr 1800, Baron von Reichenbach sprach von Odischer (Odinscher?) Kraft, Mitte des 19. Jahrhunderts, und wendete sie an, um Krankheiten zu bekämpfen, und so weiter und so fort

Je mehr die Idee verdammt wird, mehr scheinen Menschen die Kraft in sich selber zu spüren. Im Jahre 1900 nannte sie Rudolph Steiner die Ätherische Kraft, für William war sie 1920 die Hormische Energie, Bergson selben Jahr als vital bezeichnete. Alexander Gurwitsch sprach 1937 von Mitigenetischen Strahlen, Wilhelm Reich im gleichen Jahr von Orgonen. 1944 erwähnt S. Grischenko Bioplasma, 1959 Henry Margenau das Quasi-Elektrostatische Feld. risch erwähnt Psi-Plasma 1962, Charles Noetische Energie 1972, und und und. .. Halluzinationen scheinen bei den Ketzern reichlich oft aufzutreten

Die Stoffschlucker und scheinen allesamt diese Halluzination zu erfahren. Sie nennen die Kraft einfach vibrations = Schwingungen), die unterteilt sind in und gute und schlechte. Das zeigt wohl wieder einmal, was bleibende Hirnschäden alles anrichten können

Und dies lässt einen weiteren Gedanken im Historiker aufkommen, der den Journalistenvorübergehend verdrängt hat. In seiner Rede davon, dass das Establishment selbst mit ((Pathologie)) ziert sei, erwähnte er den Versuch, Velikowskys Bücher in den Jahren zu unterdrücken. Es ist gewissermassen interessant, dass er dieses Beispiel hervorheben sollte -die versuchte Unterdrückung von Büchern -,wo doch etwas weitaus res, vom Standpunkt der Gedankenfreiheit aus gesehen, in den Jahren geschehen war. 1957 fand eine tatsächliche, nicht nur eine versuchte Unterdrückung statt, als die Bundespolizei, angefeuert von der American Medical Association,alle Bücher von Dr

Reich beschlagnahmte -die wissenschaftliche Forschung von 30 Jahren -und sie in einer Verbrennungsanlage in New York City vernichtete. Nein, dies ist kein Druckfehler.Sie vernichteten die Bücher in einer Verbrennungsanlage. Der Historiker hat bislang keinen Hinweis irgendwo entdeckt, dass Mitglied der AGFW gegen diese Methode der Beseitigung von Ketzereien protestiert hätte. Dr. Reich war einer derjenigen, die meinten, Hinweise auf ((psychischeEnergie)) gefunden zu haben

Du sollst psychische Energie weder entdecken noch sie fantasieren. Klar? Dr. Hyman wurde zum Thema Teleportation noch sarkastischer als er es bei psychischer Energie gewesen war. Teleportation nennt man das, was passiert, wenn etwas irgendwo ankommt, und man sich nicht erklären kann, wie es dahingekommen ist. Wenn zum Beispiel die Gebrüder Wright das Flugzeug geheimgehalten hätten, und ich wäre ein paar Stunden, nachdem du mich in Los Angeles gesehen hattest, in New York aufgetaucht, dann wäre das Teleportation, weil du keine Erklärung dafur hättest

Teleportation ist möglich, wenn -und nur wenn -es wissenschaftliche Prinzipien gibt, die wir noch nicht entdeckt haben. Es ist wahrscheinlich,wenn -und nur wenn -man die Aussagen von diversen Personen akzeptiert, die felsenfest nen miterlebt zu haben. Da dies sowieso Journalismus im Stil eines Hunter S. son war, neigte der Autor dazu, Teleportationeinfach als möglich , zu betrachten, denn er bezweifelte ausdrücklich, dass die Gehirne der Primaten im Jahre 1980 so weit entwickelt waren, dass sie sämtliche Gesetze des Universums kannten. Manche Dinge können sich wahrscheinlich sehr wohl durch Methoden fortbewegen, die wir nicht verstehen. Andererseits hält der Autor tion nicht für wahrscheinlich, denn die Beweise, die von Leuten angeführt werden, die behaupten, es miterlebt zu haben, sind nicht ganz so gut wie zum Beispiel die Indizien dafür, dass es in Dallas am 22. November 1963 zwei Oswalds gab, und erheblich schlechter als die Beweise dafür, dass Gegenstände kraftbereich der Erde Beschleunigungenvon 32 Fuss pro Sekunde zum Quadrat erfahren, wenn nicht andere Kräfte auf sie einwirken

Trotzdem hörte sich Hyman -wie auch viele Mitglieder der AGFW -so an, als wäre die Vorstellung von Teleportation nicht nur unwahrscheinlich; sondern gar unmöglich. Die einzige logische Rechtfertigung für diesen Standpunkt könnte nur sein, dass sie fest davon überzeugt waren, bereits sämtliche Gesetze des Universums zu kennen. Gesegnet Sanftmütigen, aber seien die sie werden nie einen Sitz in der der AGFW über Wissenschaft und Pseudowissenschaft erringen

Die beste Auflistung von Teleportationen oder angeblichen Teleportationen befindet sich in den Büchern von Charles Fort The Book of the Damned, Lands, Lo! und Wild Talents, falls es Sie interessiert. Fort trug buchstäblich Tausende von Fällen von verdammten Dingen zusammen, die dort erschienen, wo sie entweder nicht erscheinen konnten oder es nicht sollten. Viele seiner Fäile stammten aus Zeitungen, nicht unbedingt die zuverlässigste Quelle für wissenschaftliche Daten, aber eine Menge entstammte auch wissenschaftlichen Journalen

Fort selber wusste nicht, was für Schlüsse er aus dem Material ziehen sollte. Da er bereit war, sich mit Theologen wie auch Wissenschaftlernanzulegen, gab er zu bedenken, dass, wenn diese ganzen Dinge herumbewegte, möglicherweisein eine geschlossene Anstalt gehörte. Verschiedene Karten für verschiedene Kerle. Verschiedene semantische Schlote für verschiedene Realitätstunnels.

Dr. Krupp

Der nächste Redner war ein Astronom namens E. C. Krupp vom Der Romancier, der vor kurzem eine mit dem Namen Sonja Merr geschaffen hatte, fand Dr. Krupp vergleichsweise zahm

Sonja (die es ja nur in der pervertierten Fantasie des Romanciers gibt) hatte zwei neue Planeten entdeckt und sie Micky und Goofy genannt. Das ergibt ein amüsantes Crescendo, wenn man die Planeten in der Reihenfolgevon der Sonne weg aufzählt: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter,Saturn, Uranus,Neptun, Pluto, Micky und Goofy

Mr. Krupp sah nicht wie ein Mann aus, der zwei neue Planeten Micky und nennen würde. Er trug eine Brille mit sung und hätte einer von den Schachmeistern sein können, die gleichzeitig sechzig Spiele spielen und davon neunundfünfzig gewinnen.

Kritik an Däniken

Krupp machte sich sofort an die Arbeit, und das war, von Däniken eins reinzuremmeln. Krupp vernichtete von Däniken erbarmungslos, wie es die englischen Bibelübersetzer formuliert hatten. Und dann schlug er noch vorsorglich. Als er damit fertig war, musste jeder Anwesende zugestimmt haben, dass von Däniken nun gründlich zur Sau gemacht worden war. Man konnte sich bildlich vorstellen wie Krupp über dem Leichnam von kens stand und mit stiller Würde verkündete «Seht ihr? Ich bin fertig, er ist jetzt ziemlich tot.» Krupp zerschmetterte von Dänikens Rechenkünste, die völlig abwegig waren, und seine Gelehrsamkeit,die bestenfalls schludrig war, und seine Integrität, die sogar denjenigen fragwürdig vor kommt, die -, -. sich am meisten ihrer Mitmenschen Nachsicht zu üben. Es war ein sehr profihaftes Vernichtungswerk, aber der Journalist war alldem bereits begegnet, und zwar in dem okkulten Journal Gnostica, welches von Däniken auch gnadenlos verdammt und dieselben Fehler in seinen Werken aufgereiht hatte, und das bereits Jahre zuvor.

Man kann sich nur schwerlich vorstellen, dass Krupp Gnostica je gelesen hatte, da es ein «okkultes» Journal ist und immer Ausdrücke wie und und auf dem Umschlag trug. Man mochte sich jedoch fragen, ob Krupp jemals jemanden gelesen hatte, der Gnostica las.

Natürlich ist es ausgenommen leicht, von Däniken zu vernichten, dessen Bücher ein wahres Leitwerk dafür sind, wie man ein Argument nicht fundieren sollte. Seine liegen meistens um ein Zehnfaches oder mehr daneben. Seine Recherchen sind bestenfalls und wirken durchweg opportunistisch, und er hat eine Art gegen seine Kritiker zu wettern, die einen unweigerlich an einen anderen teutonischen Dogmatiker erinnert, der vor nicht allzu langer Zeit schwere Ausfalle gegen das Internationale Judentum ritt

Die einzige Schwierigkeit von Däniken zu vernichten, besteht dass seine besondere Ketzerei -die Idee, dass Wesen diesen Planeten besucht haben könnten -bereits viele Theoretiker beschäftigt hat, deren Schriften wesentlich scholastischer, präziser und wissenschaftlich ehrlicher sind als die seinen. Dazu zählt unter anderen Robert G. Temple, ein englischer Astronom, der meint, dass vor 4000 Jahren ein Besuch der Leute von stattfand, und Jacques Bergier, der an die Möglichkeit zahlreicher Besucher glaubt, oder Duncan Lunan, ein schottischer Astronom, der die Theorie aufstellt, dass sich eine Sonde von Epsilon seit einigen Jahrhunderten in unserem Sonnensystem aufhält. Man wird das Gefühl nicht los, dass es leichter ist, von Däniken zum Schweigen zu bringen als einen dieser und dass Versuch, sie niederzuwerfen mehr Licht und weniger Hitze erzeugen würde.

Krupp konnte es nicht lassen, von Däniken einen ziemlich zu versetzen, was unnötig war, wenn man bedenkt wie er ernster Kritik gegenübersteht. Dieser Seitenhieb bestand dass Krupp ein Foto von Dänikens auf die wand projizieren liess und fragte »Wurden Sie von diesem Mann einen Gebrauchtwagen kaufen?« Natürlich lachte fast jeder Publikum verächtlich, um zu zeigen, was ein Schlauberger man doch war. Dies befremdete den Journalisten, der immerhin auch Freizeit-Psychologe ist. Es ist eine hinreichend dokumentierte Tatsache, dass Lügner nicht wie Lügner aussehen, das heisst, dass Leute, denen Fotos von einer wahllos zusammengestellten Gruppe von Menschen gezeigt werden, die Lügner darunter nicht erkennen können. Sie könnten nicht einmal die Verbrecher erkennen. Aber domestizierte Primaten denken gerne, dass sie sich gegenseitig durchschauen, und wenn man ihnen das Bild eines Heiligen zeigt und dazu sagt, das wäre ein Axtmörder, dann werden sie alle behaupten und vielleicht sogar glauben, dass sie die in seinen Augen erkennen. Würde man eine halbe Stunde lang schlecht über Krupp reden, und dann ein Bild von Krupp zeigen und fragen »Würden Sie von diesem Mann einen Gebrauchtwagen kaufen?«, wäre die Mehrheit des Publikums überzeugt, die Unehrlichkeit seinem Gesicht ablesen zu können Das ist ein linker Seitenhieb.

Krupp machte weiter und setzte die Soziologie des Wissens ein, die versucht, Ideen zu psychoanalysieren. Objektiv angewendet soll die Soziologie des Wissens feststellen, warum Menschen das glauben, was sie glauben. Sie wird selten objektiv eingesetzt, vielmehr um einen Gegenspieler abzuwerten, indem aufgezeigt wird, dass er oder sie undurchschaubare Beweggründe hat

Krupp stellte die Theorie auf, dass Leute, die glauben, die Erde wäre von Wesen besucht worden, dies glauben, weil es ihnen psychologische Befriedigung Das ist das Verleitende an der Soziologie des Wissens: Man kann sie überall anwenden wendete sie ursprünglich an, um zu erklären, warum nicht jeder Marxist war, aber du kannst sie anwenden, um jeden, der eine Idee hat, die dir nicht passt, zu einem solchen zu stempeln. Ware von im Publikum und geistesgegenwärtig genug gewesen, dann hätte auch er die Möglichkeit gehabt, Krupp einen Isolationisten zu schimpfen (einen der glaubt, dass wir noch nie besucht wurden), weil das Krupp gewisse psychologische Befriedigungen verschafft. Tatsächlich war das dem Soziobiologen selber eingefallen. Domestizierte Primaten sind äusserst territorial, und es sie mit Angst und Wut, wenn Aussenseiter Anstalten machen, in ihr Gebiet einzudringen. Der Gedanke an solche Aussenseiter ist geeignet, die ganze Herde in Panik zu versetzen. Es ist doch besser, wenn wir uns über die gegenseitigen Beweggründe streiten, als wenn wir die Indizien beachten, dass solche Aussenseiter durch die Fenster lugen oder durch den Schornstein eindringen, nicht wahr?

Unterdessen war es klar, dass alie bisherigen Redner Liberale waren. Der Unterschied zwischen Liberalen und Konservativen ist der, dass Konservative den Ketzern mit stumpfen Gegenständen auf die Köpfe schlagen wollen, während die Liberalen sie lieber als Geisteskranke behandeln würden. Die Hauptfunktion der Rednergruppe, dachte der Psychologe, ist es, die liberale Auffassung zu verbreiten, dass Ketzer geisteskrank sind. »Das Pathologische ist die Wissenschaft der Geisteskranken«.

Rodney Stark, Geographie der Ketzerei

Der nächste Redner, ein düsterer Bursche mit dunklem Haar, dunklem Schnurrbart und dunklen Augenbrauen, sah aus wie ein Arzt in einem Melodrama, der der Heldin gerade mitteilt, dass sie nur noch drei Monate zu leben hat. Es war Rodney Stark von der University of Washington, und sein Thema war die Geographie der Ketzerei

Die meisten Ketzer, sagte er, wohnten an der Pazifik-Küste, was niemanden überraschte; es gibt sogar einen Witz, dass ist wie Müsli, weil es aus gleichen Teilen aus Früchten, weichen Birnen und Haferflocken besteht. Aber Stark war komplett ausgerüstet, mit Umfragen, Karten und Daten Art, womit bewiesen wurde, dass es doch nicht nur Kalifornien betrifft; es zieht sich die ganze Küste. Die Staaten Oregon und sogar wären infiziert, sagte er.

Es gibt hier mehr Kulte als irgendwo anders, meinte Stark, und Karten und Tabelien unterstützten ihn. Die meiste an Fate, die Zeitschrift der organisierten oder auch desorganisierten Ketzerei, kommt aus diesen Staaten. In den Telefonbüchern unserer grösseren Städte sind mehr Astrologen zu als in einer Grossstadt östlich der Rocky Mountains.

Ferner sind die der etablierten Kirchen hier niedriger als irgendwo sonst Lande. Es hörte sich alles sehr nach Timothy Learys Behauptung aus seinem Buch Intelligenz-Agenten an, dass die mutierenden innovativen Gene seit 30.000 Jahren ständig westwärts ziehen und jetzt alle aufeinandergestapelt an der liegen, mit keiner Möglichkeit weiter zu ziehen als ins All. So weit ging Stark aber natürlich nicht. Er deutete in keiner Weise an, dass er der Meinung wäre, alle Absonderlichkeiten der Küste seien Teil einer evolutionären Bewegung. Vielmehr begnügte er sich damit, festzustellen, dass es eine der Ketzerei gab und dass die Erzketzer Wilden Westen gelandet sind

James Randi

Endlich nahte der Höhepunkt des Vormittags, und zwar in Gestalt des verblüffenden Randi (The Amazing Randi), wie er sich selbst stilisiert. Randi sieht aus wie Sankt Nikolaus und spricht wie der verstorbene Senator Joseph R. McCarthy (Republikaner aus Wisconsin?).

Randi ist nach keiner Definition des Wortes liberal, sondern ein echter Konservativer der Alten Schule, Untergruppe: feuerspeiend. Er möchte Ketzern mit einem stumpfen Gegenstand auf die Köpfe schlagen.

Man muss wissen, dass der verblüffende Randi aus der stammt, die besagt, dass er und seine Freunde das einzig Wirklichkeits-Labyrinth auf diesem Planeten besitzen. Alle Fürsprecher von alternativen sind daher, laut Definition, ein Haufen von Kriechern, Betrügern und Lügnern. Dies ist die beste rhetorische Haltung für einen Ketzer-Jäger, da sie tief in der Primaten-Psychologie verwurzelt ist. Es ist wesentlich leichter, eine Herde von Primaten in Aufruhr zu versetzen, indem man schreit: Haufen da drüben besteht aus Kriechern, Betrügern und als wenn man den liberalen Pfad beschreitet, indem man sagt: Haufen vertritt aufrichtig eine andere Meinung als Hitler wies in seinem Mein Kampf hin, jeder Demagoge weiss das, und Randi, ein alter Show-Mensch, spielt es voll aus.

Randis Präsentation bestand daraus, auf verschiedene Weisen zu sagen, dass Ketzer ein Haufen unaufrichtiger Bastarde seien, die morgens, mittags und abends lügen und auch noch im Schlafe lügen, um nicht aus der zu kommen. Und dann, falls irgendwer Publikum so schwer von Begriff sein dass er es immer noch nicht begriffen hatte, sagte es Randi noch einmal, auf fünf weitere Weisen. Der Journalist hatte keine solche Beredsamkeit erlebt, seit Jim Garrison seine grosse Zeit gehabt und bei jeder zweiten Nachrichtensendung neue Kennedy-Attentäter aufgestöbert hatte. Es war eine durchschlagende Darbietung,und der Soziobiologe war überzeugt, dass bereits in der ersten Hälfte des Vortrages der grösste Teil des Publikums schwerer atmete und angespannte Muskeln hatte. Es war die Mob-Psychologie der Primaten in ihrer primitivsten Form.

Natürlich liess Randi nicht durchscheinen, wen er eigentlich angriff. Er bezeichnete die Ketzer immer als Parapsychologen. aber die meisten Leute und Gruppen, die er anprangerte, waren weder Parapsychologen noch irgendwelche anderen Psychologen. Aber Parapsychologe war offenbar eine Art von Oberbegriff in Randis Denken geworden. Parapsychologe ist jeder, der irgend etwas meldet, was Randi nicht wahrhaben will.

Seine scheiben, zum Beispiel, waren Dr. Harold Puthoff und Dr. Russell Targ, die nicht Parapsychologen, sondern Physiker sind. Später, als er mit Dr. Jack Sarfatti im Publikum sprach, sagte Randi Ich kenne Sie. Sie sind ein Parapsychologe. Dr. Sarfatti ist auch Physiker und kein Parapsychologe. Solche Einzelheiten sind für Randi bedeutungslos «Parapsychologie» bedeutet für Randi das, was für Joe McCarthy Kommunist bedeutete oder männlicher Chauvinist für Gloria Steinem darstellt. Es bedeutet, dass er nicht mag, was einer denkst. Randis Rachezug gegen Dr. Puthoff und Dr. Targ ist so umfassend, verschnörkelt bestückt mit Anschuldigungen und genanschuldigungen, dass es sich wie die Rahmenhandlung einer meiner Romane anhört.

Die Experimente mit Uri Geller

Unter anderem hasst er sie, weil sie gesagt haben sollen, Uri könne Metall verbiegen, indem er es verbogen wünscht. Puthoff und Targ streiten ab, dies gesagt zu haben. Jedesmal, wenn die Angelegenheit wird, verweisen sie auf ihren Bericht über in der Zeitschrift Nature, in dem sie schrieben das Verbiegen von Metall durch ler in unserem Labor beobachtet wurde, solche Beobachtungen nicht mit ausreichend kontrollierten Experimenten verbinden können, um ausreichende Daten zu gewinnen, die paranormale Hypothese zu unterstützen.)) Das scheint zu heissen, dass sie zwar gesehen er Metall verbog, die Umstände es aber nicht gestatteten, irgendwelche Tricks auszuschliessen. Randi weigert sich, dies zu glauben, und wettert weiterhin gegen sie und verdammt sie, weil sie gesagt hätten, macht es durch Er hat eine gute Quelle dafür, und diese Quelle ist zufällig sein eigenes Buch, The magix of Uri in dem er sagt, sie hätten behauptet, es wäre durch Wünschen geschehen.

Randi besitzt den natürlichen Stolz eines Autors. Wenn er zwischen dem zu wählen hat, was er behauptet hat, dass sie es gesagt hätten, und dem, was sie tatsächlich gesagt hatten, zieht er es vor, an das zu glauben, was er ihnen an Äusserungen unterstellt hat

Die ganze Debatte zwischen Randi und Dres. Puthoff und Targ ist auf diesem Niveau. Es gibt von allem zwei Versionen. Sie haben abweichende Angaben darüber, wann Randi ihnen nen Brief geschickt hat, darüber, wer gerade wo Labor war, als gewisse Experimente durchgeführt wurden, und sogar darüber, ob eine so solide und leicht zu identifizierende Person wie der Astronaut Hauptmann Edgar D. Mitchell dabei war oder nicht, als Puthoff und Targ testeten. Wie Abbie Hoffmann einmal sagte, es scheinen heutzutage eine Menge Realitäten die Runde zu machen.

Als Randi damit fertig war, Puthoff und Targ zu rösten, führte er dem ein bisschen vor. Er war hauptberuflicher Zauberer, bevor er Ketzer-Jäger wurde. Er holte sich einen Freiwilligen aus dem Publikum und vollbrachte (psychische Chirurgie)), wie die Quacksalber auf den Philippinen. Randi erklärte, dass, da seine Darbietung gefälscht war, alle ähnlichen Darbietungen auch gefälscht sein müssten. Dieser Syllogismus scheint einen falsch angewandten Mittelwert zu enthalten, oder beweist eine braune Ente, dass alle Enten braun sind, oder ein gefälschter Geldschein, dass alle Geldscheine gefälscht sind? Der Psychologe hatte noch grössere Schwierigkeit, Randis Behauptung zu schlucken, dass ((psychische Chirurgie)) und andere schamanistische Tricks unbedingt zum Nachteil der Betroffenen Pulver und sage ihm, dass es ihm helfen wird, und es hilft ihm sehr oft wirklich. In einer Stammesgeseilschaft, die schon von Chirurgie gehört hat, aber über keine Chirurgen verfügt, könnte ((psychischeChirurgie))sehr wohl als dramatisiertes Placebo funktionieren. Da Randi keine Statistiken anführte, wie Menschen auf psychische Chirurgie reagieren (wissenschaftliches Vorgehen ist ihm merkwürdigerweise fremd), stand lediglich seine Behauptung im Raum, dass sie im Sinne des Placebos untauglich sei

Tatsache ist, dass wir wissen, dass alle Arten der Heillung, der suggerierten Heilung und ähnliches, am besten bei Menschen funktionieren, die gesund werden wollen, die sozusagen eine Entschuldigung suchen, um gesund zu werden. Das Medical Bulletin (September 1979) berichtete zum Beispiel, dass dieser Menschenschlagam besten auf Placebos reagiert. (Diejenigen, die krank bleiben wollen, ignorieren Placebos und sämtliche anderen Formen der Therapie). Es scheint wahrscheinlich, dass die Menschen, die zur psychischenChirurgie greifen, zur ersteren Art gehören und einen Grund suchen, gesund zu werden, und dass diejenigen, die nicht anspringen, sich ihr gar nicht erst unterwerfen würden

Der Psychologe (der vielleicht gerade im Begriff ist, in seine Rolle als satirischer Romancier zurückzufallen) kam nicht umhin, sich zu wundem, inwieweit Chirurgie bei uns wohl eine ähnliche Form des dramatisierten sein könnte. Immerhin, bei einer Inflation, die mit jedem Atemzug steigt, steht so mancher Arzt der Frage gegenüber, ob du dein rechtes Bein genauso sehr brauchst wie er einen neuen Cadillac, und es gibt wenige Ärzte, die zweifeln, dass sie jährlich einen neuen Cadillac brauchen, zusammen mit der Eigentumswohnung in der Stadt, dem Ferienhaus auf dem diversen anderen Immobilien und den Annehmlichkeiten des Lebens eines in einem Rudel von domestizierten Primaten

Aber solche sind subversiv, vielleicht sogar verräterisch; besser, man hackt auf den Medizinmännernanderer herum, vor allem, wenn sie Urwald hausen und als primitiv abgetan werden können

Randi zaubert

Randi führte noch einige Tricks vor. Der beste involvierte Jack Sarfatti, den Physiker, den er konsequent als Parapsychologen bezeichnete. Randi liess Dr. Sarfatti willkürlich ein Wort von einem Stück Papier wählen, dass er, als angeblichen Zeitungsartikel ausgab. Natürlich nahm der Journalist an, dass es sich gar nicht um einen Zeitungsartikel, sondern um eine clevere Täuschung handelte, und Sarfattis Wahl tatsächlich auf nur wenige Worte beschränkt war.

Jedenfalls wählte Sarfatti das Wort >>wandern<< und nachdem Randi unter Vorgabe diverser Ausreden herumgedruckst hatte, wies er Sarfatti an, unter seinem Stuhl nachzusehen. Und siehe da, unter dem Stuhl befand sich ein Brief von Randi, einige Tage rückdatiert und von einem Notar versiegelt, in dem effektiv stand <<Ich wusste, Sie würden wandern wählen.» Die folgenden Minuten verliefen etwas vager, und der Autor, der sich unterdessen zum Laienzauberer verwandelt hatte, rätselte herum, wie Randi das wohl gemacht hatte. Er kam zu dem Entschluss, dass es sich um eine Variante des alten Tricks handelte, bei dem einer gefragt wird, eine Nummer von eins bis vier zu wählen. Er wählt, sagen wir, die Drei, und man sagt, ((Schauen Sie unter den Aschenbechen). Darunter ist natürlich ein Zettel, auf dem steht: wusste, Sie würden die Drei wählen))

Der Clou ist der, dass es drei weitere Zettel gibt, die unter verschiedenen Gegenständen versteckt sind und auf denen jeweils steht: wusste, dass Sie wählen wusste, dass Sie wählen und wusste, dass Sie wählen Ganz einfach, oder? Für Randis Variante würde man einen Verbündeten benötigen, der den passenden Brief anbringt, nachdem das Wort gewählt wurde. Der Journalist schnupperte später ein bisschen herum und erfuhr von einem weiteren Physiker, Paul Sirag, dass der Mann, der hinter Sarfatti sass, ein bekannter Freund und Gesell schafter und daher auch ein möglicher Verschwörer Randis war

Randi hasst es, wenn seine Tricks enthüllt werden. Wahrschein lich wird er Paul Sirag als Parapsychologen verdammen, wenn er dies liest. Stolz dass er den grundlegenden Dreh dieses Tricks erkannt hatte, verwandelte der Laienzauberer sich wieder in den Journalisten, während Randi zum Schluss seines Vortrags kam. Für den Fall, dass irgend jemand Saal die Pointe seiner gen Bemerkungen über Parapsychologennicht verstanden haben sollte, wiederholte er, mehr und mehr Dampf ablassend, seine Verdammungen noch einmal, und man konnte sehen, dass er sein Publikum in der Hand hatte. Hätte er gesagt, «Holen wir ein Seil und knüpfen die Bastarde auf der Steile hätte es zu einem bösen Ende kommen können. Und so, wie vielleicht Lemuel Guiliver einen Bericht über die Tagung abgeschlossen hätte, haben diese gelehrten Herren, nach tiefster Erkundung der Sachlage der Opposition entdeckt, dass die Opposition nichts vorzutragen hatte und jeglicher Anerkennung entbehrte, was sie allderweil vermutet hatten, und kamen zu diesem glücklichen Schluss -nach Art der ökonomischsten sowie auch nettesten aller Methoden der Untersuchung, bestand, dass sie besagte Opposition nicht einluden, durch Teilnahme an der Diskussion die Dinge zu verwirren

Entgegnung der Ketzer

Die meisten Zuhörer verliessen zufrieden lächelnd den Saal. Sie hatten gehört, was sie hören wollten, und in ihrer kleinen Welt war alles in Ordnung

Dann erhoben sich die Ketzer von der Sünderbank, einer nach dem anderen, und gaben ihre kurzen, funfminütigen Widerreden ab. Dr. Sinclair passte genau auf sie auf, ein Auge auf der Armbanduhr, um sicherzusteilen, dass sie die Zeit nicht überschritten

Dr Targ vom Research Institute sprach sogar weniger als Minuten. Er sagte, dass alles, was Randi über seine Forschungsarbeit gesagt hatte, unwahr wäre, dass die schungsberichte in der Zeitschrift Nature nachzulesen wären und dass jeder, der sich ein eigenes Urteil bilden wolle, diese Berichte nachlesen sollte. Er wirkte müde, als ob er das schon so oft gesagt hatte, dass ihn die Wiederholung selber langweilte Randi sprang wieder auf und nannte Dr. Targ zehn Arten von Lügner, inkiusive einen verfluchten Lügner und rotierenden Lügner und offensichtlich Lügner

Dr. Harold Puthoff, auch vom erhob sich und sagte ungefähr dasselbe wie Dr. Targ, er forderte die Anwesenden auf, die Berichte zu lesen, statt lediglich Randis Version ihrer arbeit zu akzeptieren

Randi sprang wieder auf und nannte Dr. Puthoff dreiundzwanzig Arten von Schurken und Halunken. Dr. [Geoffrey Mishlove] erhob sich und sagte, dass alles, was Randi über Ted Serios, den Mann, der angeblich Bilder auf Film nach Wunsch versetzen kann, sagte, unzutreffend wäre

Man kann sich vorstellen, was Randi über Dr. Mishlove zu sagen hatte. Randis Wortschatz der Beschimpfung ist etwas beschränkt und wiederholt sich andauernd

Dr. Jack Sarfatti stand auf und sprach fast die vollen fünf Minuten, die Ketzern zugeteilt waren. Er sagte, der einzige Grund, an das sogenannte Paranormale zu glauben, wäre der, dass es einem so oft passierte, dass es zur Normalität werden musste. Ihm selbst sei es so ergangen, meinte er. Auch sagte er, dass er an einer neuen Theorie der Quantenmechanik arbeitete, die erklären könnte, warum diese sogenannten Vorgänge stattfinden. Dann war seine Zeit abgelaufen und er musste die Bühne verlassen. Von der AGFW wollte sowieso niemand eine Theorie hören, die behauptete, dass das Paranormale normal wäre

Tatsächlich hatten dann fast alle den Saal verlassen, und die Ketzer waren praktisch unter sich. Einer von ihnen, ein Physiker namens [Milton Freedman], ergatterte eine Zeitlang das Mikrofon und argumentierte, einige (er bestand ausdrücklich auf einige) wären interstellare Raumschiffe. Als er fertig gesprochen hatte, war der Raum fast so leer wie die Mojave-Wüste, und er redete praktisch nur noch gegen die vier ???? Und so erhielt der Romancier einen ziemlich guten Eindruck davon, wie die französische Akademie der Wissenschaften auf Sigismundo ???? ketzerischen Meteoriten von 1780 reagiert hätte. Sie hätte eine Runde von funf die nicht an Meteoriten glaubten, ernannt, um die Sache objektiv zu debattieren. Einer von ihnen hätte vorgeschlagen, dass man auch einen Fürsprecher der Meteoriten sprechen lassen könnte, aber er hätte nicht darauf bestanden. Ein weiterer hätte Statistiken hervorgezaubert, die zeigten, dass Meteoriten meistens in einem Teil Frankreichs gemeldet wurden, in dem es bekanntlich nur Beknackte gibt. Ein Dritter würde das Meteoritenbuch eines Autors anprangern, der an den Osterhasen glaubt. Und ein hauptberuflicher Demagoge würde den Tag damit abrunden, dass er Leute, die Meteoriten sehen, als Schurken, Halunken, Lügner, Narren und überhaupt lausige, nichts taugende Bastarde.

Der Soziobiologe profitierte auch von dem Tag. Er trug einiges an Notizen sein geplantes Riesensachbuch ))Dominanzrituale unter Domestizierten Primaten(( zusammen. Der Journalist fand das Erlebnis insgesamt unterhaltend, aber kaum erbaulich.

Der Psychologe machte sich eine letzte Notiz: ((Nachdemdieser Bericht gedruckt erscheint, wird Randi behaupten, ich wäre Parapsychologe)) kannst du übrigens Geld wetten. Vergiss nicht, was mit denen geschah, die die Taktiken von Joe ???? in Frage stellten. Der Philosoph fragte sich, inwieweit seine Voreingenommenheit gegenüber und Aussenseitern allgemein seine Betrachtung der Dinge, die da passierten, verdreht Die Antwort, meinte er, lautete: eigentlich nicht viel. Er traute von Däniken selber nicht, er fand Quantenphysikweitaus fremdartiger (und daher romantischer) als Parapsychologie, und er gab nicht an, erraten zu können, ob irgend welche der einzelnen Ketzer recht oder Unrecht hatten. (Es würde sowieso weitere zwanzig Jahre Forschung benötigen, bevor man sich eine objektive Meinung bilden konnte). war, war die Art, in der die Alpha Männchen in typischer die Ketzer auf die untersten Ränge oder Ausgestossenen-Positionen verwiesen

Symposium über Soziobiologie

Dann zog er zu einem Symposium über Soziobiologie, das von einer Gruppe abgehalten wurde, die sich WISSENSCHAFT FÜR DAS VOLK nannte. Dort hasste man Soziobiologie so sehr wie Randi Parapsychologie hasst. Deshalb, weil Soziobiologen Darwin ernst nehmen und wirklich glauben, dass wir eine Spezies sind mit allen üblichen Primatengewohnheiten. Sie machten weiter und weiter und prangerten die Soziobiologie als entwürdigend XXX die Menschheit und als in alle Ewigkeit verdammt an Und während sie die Dinge sagten, stellte sich der Journalist vor, dass er einer anderen Bande von Primaten zuguckte, die sich gegen einen rivalisierenden Stamm in Rage brachten. Es war, als würde die Besetzung des Films Planet der Affen über ihre eigene und Rationalität streiten. Der Journalist musste gehen, weil er Angst hatte, in Gelächter auszubrechen, und da auf seiner Pressekarte HIGH TIMES stand, hätte man womöglich geglaubt, er wäre auf irgend welchen komischen Drogen abgefahren.

Quelle

ROBERT ANTON WILSON Und weitere Spielereien zwischen Gegenwart und Zukunft

Aus dem Amerikanischen Peter Hübner

CIP-Kurztitelaufnahme der Deutschen Bibliothek Wilson,Robert Anton: Ist Gott eine Droge oder haben wir sie nur falsch verstanden : weitere Spielereien zwischen Gegenwart Zukunft Robert Anton Wilson. [Aus d. von Peter Hübner]. -Basel : 1984. Einheitssacht.: Right where are sitting now

ISBN 3-85914-618-1 . 1984

1984 Sphinx Verlag Basel Alle deutschen Rechte vorbehalten

1982 Robert Anton Wilson Where you are sitting now erschienen bei Press Inc., Berkeley Umschlagbild und Illustrationen: Matthew Gouig Lektorat: Udo Breger, G. Seiler Gestaltung: Charles Satz: Scharnhausen und Bindung: May Co., Darmstadt in Germany

3-85914-61 8-1 Für S. und . . K. Dick . Pioniere . .

Hinweise

13.06.2003 (3539)

Die Sphinx Verlag AG in Basel scheint nicht mehr zu existieren. Wer die Rechte jetzt innehat, konnte noch nicht geklärt werden.

Eintrag im Handelsregister von Basel: Aktiengesellschaft (SHAB Nr. 176 vom 12. 09. 2001, S. 7101). Firma neu: Sphinx Verlag AG in Liquidation. Domizil neu: Liquidationsdomizil c/o Heinz Hunn, Im Boll 17, 5600 Lenzburg. Auflösung der Gesellschaft durch Generalversammlung vom 06.06.2003. Ausgeschiedene Personen und erloschene Unterschriften: Sauerländer, Hans Christof, von Aarau, in Aarau, Mitglied des Verwaltungsrates, mit Einzelunterschrift. Eingetragene Personen neu oder mutierend: Hunn, Heinz, von Egliswil, in Lenzburg, Liquidator, mit Einzelunterschrift.

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