Plantard, Pierre

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Anzeige, in der Plantard seine Dienste als Hellseher anbietet

Es gibt eine Vielzahl von relativ unzuverlässigen Biografien.

Deutsch

Französisch

Englisch mit Hinweisen auf Zweifel

Diese sitzen überwiegend der Version von Henry Lincoln auf, die Plantard zum Kopf der Geschichte machen.

Hier eine etwas glaubwürdigere und kritischere Quelle

Allerdings ist folgendes Zitat nicht sehr überzeugend: Chèrisey and Plantard prepared a number of apocryphal documents (some, in fact, riddles), which they deposited between 1965-1967 into Paris’ French National Library. On the basis of these “documents” a third co-conspirator, Gérard de Sède (1921-2004), a farmer specialized in raising pigs turned esoteric author, “revealed” the Rennes – Priory of Sion story to the world in his 1967 book L’Or de Rennes. und läßt doch auf schlampige Recherche schließen.

und ein zweifelhaftes Interview in englisch und französisch mit Gino Sandri, Secretary of the Priory of Sion.

Auch Eckard Junge hat sich mit dem Thema [http://jungetrans.homepage.dk/corner/dagobert.html Pierre Plantard und seine Merowinger} oder Wie der Heilige Gral zum Seelenporno um den hanebüchenen Thronanspruch der „Merowinger“ herabgezogen wurde befaßt.

Angaben zur Prioré de Sion

In den zahllosen Web-Sites zu Rennes-le-Château finden sich in der Regel Passagen zum Leben und Wirken von Plantard.

Plantard war ein kleiner Betrüger, der von der fixen Idee besessen war, ein Nachkomme der Merowinger zu sein und der meinte daraus einen Anspruch auf die französische Königswürde ableiten zu können. Nach einer Veröffentlichung von Gérard de Sède zu Gisors bemühte er sich um einen Kontakt und lieferte Material für das folgende Buch. Später bekam er Wind von dem Geheimnis von Rennes-le-Château und es gelang ihm offensichtlich den britischen Journalisten Henry Lincoln mit seiner Geschichte von der Prioré de Sion als einer über Jahrhunderte wirkenden Geheimorganisation zu beeindrucken. Einen harmlosen Verein dieses Namens hatte er schon Anfang der 50er Jahre in seinem damaligen Wohnsitz Annemasse gegründet. Er hatte Beziehungen zu esoterischen Kreisen und sich auch gelegentlich als Hellseher angedient.

Die Tatsache, daß Plantard und andere Beteiligten die Fälschungen inzwischen eingestanden haben, hat die Flut von Werken, die sich mit dem Ausspinnen der Geschichte und ihren Aspekten (Nachkommen Jesu, Gralslegende usw.) beschäftigen, nicht zu stoppen vermocht.

Plantard war möglicherweise nur ein Werkzeug bei der Durchführung eines Täuschungsmanövers, dessen Beteiligte zwar bekannt sind, deren Interessen aber noch im Dunkeln liegen.

Mit de Chérisey, Philippe bei einer Exkursion nach Rennes-le-Château

Nach Erscheinen des Buches von Gérard de Sède über Rennes-le-Château wurde Jean-Luc Chaumeil von Claude Jacquemart, dem Chefredakteur der Zeitschrift Charivari, beauftragt eine Reportage über den Ort zu machen. Er fuhr Anfang 1972 zusammen mit Plantard und dem Fotografen Bernard Roy mit dem Nachtzug nach Carcassonne und dann weiter mit dem Taxi. Sie nahmen Quatier in der Villa Béthania, wo Henri Buthion ein Hotel betrieb. Sie besichtigten zu Fuß die Gegend und konnten mit der zunächst verweigerten Erlaubnis von Henri Buthion auch Fotos in der Kirche machen. Chaumeil hat in der Nummer 18 (bisher nicht aufgetaucht) eine Bericht geschrieben und später weitere Bücher dazu veröffentlicht.

Zusammenarbeit mit Gérard de Sede

Nach der Angabe im Impressum wer Plantard an dem ersten Buch von Gérard de Sède Les templies sont parmi nous beteiligt. Er könnte die Zeichnungen angefertigt oder geliefert haben. Es wird aber auch im Anhang als einer der wenigen hermetischen Archäologen genannt, dem Gérard de Sède zwölf Fragen stellt, die sich auf den Inhalt des Buches beziehen. Die Antworten sind teilweise verworren, deuten aber auch ein erhebliches Wissen um die Geschichte Frankreichs hin.

Die häufig verbreitete Version ist, daß P. mit einem umfänglichen Manuskript zu Rennes-le-Château zu Gérard de Sède kam, das dieser in die bekannte Fassung umarbeitete und damit, vermutlich anknüpfend an sein erstes Buch, einen relativ großen Erfolg beim Publikum hatte. Der Sohn von Gérard de Sède bestreitet diese Version und geht davon aus, daß die Idee zu dem Buch Mitte der 1960er Jahre bei einem Ausflug des Ehepaars de Sède mit einem zufälligen oder geplanten Besuch in dem kleinen Nest Rennes-le-Château in der Nähe von Carcassonne entstand. Davon hat Plantard Wind bekommen und wollte sich beteiligen, was Mme de Sède, die ihn nicht leiden konnte, abgelehnt hat. Aus der Zusammenarbeit am ersten Buch, wo Sophie als zuständig für die Dokumentation aufgeführt wird, könnte sie ihn durchaus persönlich gekannt haben.

Chaumeil spricht von Plantard, de Chérisey und Gérard de Sède als den Drei Musketieren, die alles ausgeheckt haben. Er will Briefe besitzen, die dies belegen.

Kriminelle Karriere

http://priory-of-sion.com/psp/convchron.html

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