Nazca-Linien

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Es handelt sich hierbei um riesige Scharrbilder im Boden der Atacama-Wüste zwischen den Städten Nazca und Palpa in Peru. Sie liegen in einem Gebiet von etwa 250 km² Größe und zeigen einzelne, bis zu 10 km lange Linien, geometrische Figuren und sogar Tierfiguren bis zu einer Grüße von mehreren hundert Metern, die nur aus der Luft zur Geltung kommen. Die Linien wurden durch Entfernen der obersten Geröllschicht erzeugt und sind oft nur wenige Zentimeter tief und 20 cm breit.

Die Nazca-Ebene ist wie geschaffen für die Konservierung der Scharrbilder, was zum einen am extrem trockenen Klima mit etwa 10 mm Regen pro Jahr liegt, und zum anderen am flachen, steinigen Untergrund mit nur sehr wenig Sand und Staub, der die Ebene bedeckt. Weiters ist der Untergrund des Wüstenbodens, der von Eisen- und Manganoxiden überzogen ist und daher ein dunkles Patina hat, sehr hell, was die Linien besonders hervorhebt und die Werke scheinbar die Ewigkeit überdauern lässt.

Erst im Jahr 1920, als die ersten Fluglinien die Nazca-Wüste überquerten, konnte man die Linien in ihrer Gesamtheit bestaunen.


Theorien

Bis heute ist die Absicht der Künstler unbekannt, doch es gibt verschiedene Theorien in Bezug auf die Bedeutung der Linien und Figuren.

Maria Reiche, eine deutsche Mathematikerin und Archäologin, vertrat die Ansicht, dass es sich um einen astronomischen Kalender handelte und die Linien den Lauf wichtiger Sterne und Planeten markierten. Abbildungen wie die Spinne oder der Affe konnten ihrer Meinung nach für Sternenkonstellationen stehen. Problematisch ist dabei, dass das Alter der Linien unbekannt ist und sich die Position der Sterne innerhalb von Jahrhunderten ändert. Reiche bemühte sich vor allem, Theorien zu diskreditieren, die mit außerirdischen Besuchern in Zusammenhang gebracht wurden.

Eine dieser Theorien stammt von Erich von Däniken, der in einigen seiner Bücher seine Theorie vorstellte, bei den Linien handle es sich um Landebahnen außerirdischer Astronauten. Seiner Meinung nach versuchten die Einheimischen ihre „Götter“ nach deren Abreise zurückzuholen, indem sie weitere Linien in den Wüstenboden zeichneten (Stichwort Cargo-Kult).

Robin Edgar wiederum glaubte, dass die Nazca-Figuren mit Sonnenfinsternissen in Zusammenhang standen.

Bis heute ist es jedoch niemandem gelungen, das Alter der Linien zu bestimmen bzw. deren Zweck zu ergründen.


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