Karl L. Veit

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Eines der Bücher aus Veits Ventla-Verlag mit der Untertasse von Adamski
Veit dezent im Hintergrund vor einem UFO-Modell (eines der wenigen Bilder, dies von ihm im Netz gibt.


Karl Ludwig Veit hat die deutsche UFO-Szene über Jahrzehnte maßgeblich geprägt.

Sein Ventla-Verlag veröffentlichte einschlägige Literatur und er war Veranstalter eines jährlichen UFO-Kongresses.

Beziehungen zu George Adamski und George Hunt Williamson, die als Autoren und Referenten zum Einsatz kamen.

Einzelne Aspekte seines Wirkens kann man sich aus der UFO-Chronik von CENAP zusammensuchen.

Obwohl ein abschliessendes Urteil noch schwer möglich ist, ist festzuhalten, daß er geschickt verstanden hat, vorher vorhandene religiöse Schwärmereien (die er mit seiner URgemeinde bedient hat) auf das in den 50er Jahren aufkommende Themen (UFO, Fliegende Untertassen, außerirdische Besucher) umzulenken, bzw. damit zu verknüpfen. Heilserwartung und Sendungsbewußtsein konzentrierten sich auf "moderne" Objekte, statt auf Götter, Jesus oder Engel, aber die Inhalte blieben nahezu unverändert.

Er wurde stark von seiner Frau und Mitarbeiterin Anny beeinflußt, von der es bei CENAP heißt, daß sie ein ehemaliges Berliner Schreibmedium gewesen sei.

Wahrnehmung

Merkwürdigerweise wird Veit in dem Standardwerk "UFO-Sekten" nur am Rande erwähnt, obwohl er als "Sektenführer" und "Okkultkrimineller" eine eingehende Würdigung verdient hätte. Eine ganz kurze Zusammenfassung einzelner Kapitel aus diesem Buch ist im Internet.


Im Vorwort, ausgerechnet von Veits Intimfeind Werner Walter von CENAP beigesteuert, findet sich (S. 14) eine nichtssagende Passage. Am Ende des Kapitels über George Adamski wird nur knapp (Seite 42/43) auf sein Sprachrohr im deutschen Sprachraum eingegangen. Wer Ashtar Sheran, dem ein ganzes Kapitel (Seite 175 - 191) gewidmet ist, im Deutschland populär gemacht hat, wird übergangen.

Bisher kein Eintrag in der Wikipedia (DE).

Ventla-Verlag Wiesbaden

Biografisches

Karl Ludwig Veit, geboren 1906, hat von 1924 bis 1929 in Mainz und Frankfurt/Main Kunst studiert. Nachdem er das eigenen Worten zufolge "dank göttlicher Führung" vollbracht hatte, ist er "mit anschließendem Studium der Lorberwerke 1929 bis 1932" zur geistigen Reife gelangt.

Von einer damals 84-jährigen Naturheilpraktikerin erhielt Karl Veit dann den "Auftrag zum 93-jährigen Gedächtnisdatum des Berufenen Jakob Lorber einen öffentlichen Vortrag zu halten, um als Verkünder, Geisteslehrer, Send- und Liebesbote tätig zu werden". 1933 gründete er zusammen mit seinem Vater "auf Geheiß des Herrn" und im "himmlischen Auftrag" ein Unternehmen, das "URgemeinde-Verlag" getauft wurde, samt Druckerei, um Nachrichten des himmlischen Vaters "für das Deutsche Volk" zu vertreiben.

Hierbei ging bereits es um den "Auftakt der Wiederkunft Christi". Veit verfaßte ein "Buch für die Kinder der Neuen Erde".

Bereits 1935 will er eine "Voraussagung" über seine Frau Anny erhalten haben, die ihn "zur geistigen Erweckung" führen werde. Er wurde von der Fabrikantengattin Claere Müller unterstützt.

Der Verlag wurde 1934 nach einem öffentlichen Schauprozess beim Amtsgericht Wiesbaden von den Nazis verboten und Veit zu einer Geld- oder Gefängnisstrafe verurteilt. Was er danach gemacht hat, ist unklar.

1950, nachdem er aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war, wurde der Verlag wiederbelebt und es kamen neue Druckschriften über "Deutschlands christlich-geistige Sendung" heraus. Nun lernte er tatsächlich seine Frau Anny kennen, die bereits 1945 vom "Inneren Wort" erweckt worden war. Das Paar fand sich bei der Herausgabe des "Urgemeinde-Heft Nr. 1". Anny ist aufgrund eines "Inneren Wort" dazu berufen worden, "himmlische Niederschriften aufzuzeichnen" (also als Schreibmedium zu fungieren), die alsbald in den Heften der URgemeinde abgedruckt wurden.

Zwei verwandte Seelen hatten sich gefunden, die eine zentrale Anlaufstelle für all jene schufen, die mit helfen wollten eine bessere Welt zu errichten. Die beiden heirateten 1954 mit dem selbstgewählten Trauspruch "Mit Gott wollen wir Taten tun!".

1955 wurden im Urgemeinde-Verlag in Wiesbaden auch Schriften von Anita Wolf zum ersten Male gedruckt. [1] Aus letzterer Verbindung folgten wohl auch Verwechslungen von Anita Wolf mit Anny, der Ehefrau Karl Veits, in einigen Internetpublikationen.

Veit kam zu der Erkenntnis, daß die in den USA aufkommenden UFO-Sichtungen und Begegnungen mit Außerirdischen die Erfüllung der Prophezeiungen von Jakob Lorber über Leben im Weltall seien. Dieser hatte eigenartige Vorstellungen über den Aufbau des Weltalls, deren Grundzüge sich in den Äußerungen vieler UFO-Sekten wiederfinden.

Es wurde die Deutsche UFO-Studiengemeinschaft e.V. (DUIST) gegründet, deren Ehrenvorsitzer schließlich Prof. Dr. h.c. Hermann Oberth wurde. Dieser hatte schon 1954 in einem Zeitungsartikel die Außerirdischen Besucher als "Wikinger aus dem Weltall" bezeichnet.

Im Herbst 1956 startete Veit die UFO-Nachrichten, die von der Wiesbadener UFO-Studiengemeinschaft (gleiche Adresse wie die URgemeinde) herausgegeben wurde. Die erste Nummer im Zeitungsformat war laut CENAP nicht über den Zeitschriftenhandel erhältlich, sondern nur im Abonnement und erwies sich gleich als großer Erfolg. Vermutlich war der üppige Adressbestand der URgemeinde dafür benutzt worden.

Bereits 1957 wurde die Auflage mit 10.000 Exemplaren angegeben. CENAP wunderte sich über die professionelle Gestaltung der wöchentlich erscheinenden Zeitung und die solide Ausstattung der gleichzeitig erscheinenden Bücher. Aber mit 20 Jahre Erfahrung im Druck- und Verlagswesen sollte das kein Problem sein.

Allerdings erschienen andere Zirkulare der UFO-Szene zu dieser Zeit als hektographierte Blätter mit marginalen Auflagen:

Der Weltraumbote von Heinrich Ragaz war seit dem 1. November 1955 im Format A5 (gedruckt) erschienen und verstand sich als "unabhängige Zeitschrift zur Verbreitung der Wahrheit über die Fliegende Untertassen genannten außerirdischen Raumschiffe, zum Kampf gegen die Atomspaltung und für die Vorbereitung des neuen, geistigen Zeitalters". Vom Start mit einer Auflage von 2.500 ging es immer weiter abwärts, bis der Herausgeber nach 6 Jahren aufgab.
Im Katalog der Bibliothek des Deutschen Museums München
Titel/Stichwort UFO-Nachrichten
Untertitel interplanetar. Raumfahrt, Untertassen-Sichtungen,

Erlebnisse, Astronautik, Anti-Atomaktion Standortindikator ||1000

Signatur ZC 1939
Bestand 1.1956,Okt. - 33.1988 = Nr. 1-313
Von Hrsg. Wiesbadener UFO-Studiengemeinschaft
Ersch. Verlauf 1.1956, Okt. - 33.1988

= Nr. 1-314; 34.1994/95=Nr. 315 -

Ort Wiesbaden-Schierstein
Verlag Ventla-Verlag
Ersch.Weise 1989 - 1993 nicht ersch
ZDB Nr. 525163-1
Schlagwort UFO / Zeitschrift
Sprache ger
Dokumenttyp p
Änderung am 07.11.2007

Gleichzeitig wurde von Veit der Ventla-Verlag gegründet, dessen erstes Buch eine mediale Durchgabe von "Ashtar, dem Kommandanten der Raumflotte" war und der den Begriff "Ventla" als außerirdischen Begriff für "Strahlschiffe" deutet. Es wurde vor der "derzeitigen Zerstörungstätigkeit der Erdenmenschen durch Atomkräfte" gewarnt und damit eine weit verbreitete Stimmung in der Bevölkerung aufgegriffen, und die "Einleitung in das nahende geistige Zeitalter" angekündigt.

Wesentlicher Teil des Weltbilds wurde Kritik an der "normalen Wissenschaft", verteten etwa durch sie Dr. Wilhelm Martin (ein Lehrer für Physik und Chemie, der an der Uni Heidelberg 1930 mit einer Arbeit mit dem "Beiträge zur Theorie der konzentrierten Lösungen" promoviert worden war). Er verkündete bereits, dass "das ganze Weltbild, wie es die Wissenschaft als feststehend darstellt, falsch ist" und hat sich jahrelang in Vorträgen mit Albert Einstein angelegt.

Nach verschiedenen kleineren Vortragsveranstaltungen wurde 1960 der erste große UFO-Kongress organisiert, die dann regelmäßig in großen Sälen in Mainz und Wiesbaden stattfanden.

1958 wurden alle UFO-Studiengruppen der DUIST sowie die Bibliothek des Deutschen Museums (München), die Nassauische Landesbibliothek (Wiesbaden), die Deutsche Bibliothek (Frankfurt) und die Deutsche Bücherei (Leipzig) mit einem kostenlosen Satz folgender Fachliteratur ausgestattet:

  • UFO-Nachrichten Nr. 1 - 28
  • Der Venusier und George Adamski
  • Im Innern der Raumschiffe von George Adamski
  • Erlebnis von White Sands von Daniel Fry
  • In kommenden Tagen von Ashtar
  • Todeswolken über uns SETA

Zumindest von der Bibliothek des Deutschen Museums kann gesagt werden, daß sie diese unschätzbaren Dokumente wohlgesichert aufbewahrt hat und auch Interessenten die Einsicht ermöglicht.

Veit zog sich 1980 aus dem Verein und Verlag zurück und überließ das Geschäft jüngeren Nachfolgern

Sein Verhältnis zu Däniken, der ihn be- bzw. enterbt hat.

Autor Heermann, Christian
Titel Geheimwaffe Fliegende Untertassen
Ein Kriminalreport über Geschäfte und Verbrechen mit der Dummheit.
Verlag Das Neue Berlin, Berlin 1981
Beschreibung mit zahlreichen Abbildungen, 8°. 20,5 x 12,5 cm. 351 Seiten, Hardcover in Pappband

Die Veitstänze des Herrn Veit

  • Über die Geschäftemacherei von URGemeinede und Ventla-Verlag GFU140


Das journalistische Geschäft mit UFOS und „Untertassen" florierte in der BRD bereits seit der Landung von Kenneth Arnold, aber der große Spuk mit der technischen Religion begann 1956.

In Wiesbaden etablierte sich die UFO-Studiengemeinschaft unter Leitung der Bundes-„Untertasse" Nummer eins, Kar1 L. Veit. Am 1. Oktober 1956 trat die Märchensekte mit der ersten Ausgabe der ,,UFO-Nachrichten" an die Öffentlichkeit. Allmonatlich konnte der Bundesbürger für fünfzig Pfennig, später für eine Mark, die Ergüsse von Veit und anderen ,,Gereiften" über sich ergehen lassen. Jedes Exemplar verkündete auf der Titelseite „Nichtgewinnbringendes Unternehmen".

Mit dem Erscheinen der ,,UFO-Nachrichten" Nummer 1 erfährt die Menschheit, daß sie in zwei Gruppen zerfalle. Auf der einen Seite seien die ,,Dummen", die den,,Untertassen" entweder gleichgültig gegenüberstehen oder diese Erscheinungen mit den Erkenntnissen der physikalischen und technischen Wissenschaften (oder ähnlichem Unsinn) erklären wollen. Sie leben ,,in Unwissenheit und Fehlschlüssen" in den Tag hinein. Auf der anderen Seite aber - ,,da sind es die zu höheren Erkenntnissen strebenden und fortschrittlichen Menschen, die Wissenden und Eingeweihten, die die höhere Wahrheit intuitiv erfassen: Menschen, die auf Grund inner Schulung und Gereiftheit an außerirdische Weltraumschiffe glauben, weil ihnen das Erkennen, ja die Selbstverständlichkeit der Bewohntheit anderer Planeten keine Schwierigkeit macht und somit das Auftreten Luftschiffen und Kontakt mit Plan wird."

Zu den ,,Gereiften, Wissenden und Eingeweihten" zählt Herr Emanuel Cihlar. Am Hochwedel in Österreich trifft er den ersten in Europa gelandeten Marsmenschen. Beide schauen sich an. Da wächst dem „Ufonen vom Mars" eine Antenne aus dem Kopf. Emanuel ist ergriffen: ,,Da fühlte ich, wie seine Antenne, dieses seltsame Organ, meine Stirne direkt über der Nase zwischen den Augen berührte. Und mir war, als erwachte in mir ein neuer, mir bisher unbekannter Sinn. Ich konnte alles, was dieser geheimnisvolle Mensch dachte und mir mitteilen wollte, verstehen, ohne daß er sprach."

Cihlar reifte daraufhin noch weiter, und bald ist er ein ganz großer Forscher. 1963 berichtet er voller Ernst, was er inzwischen alles herausgefunden hat, zum Beispiel die Sache mit den Zwergen: das seien nicht etwa mythische Figuren, wie man bisher fälschlicherweise glaubte, sondern LGM - „Kleine Grüne Männer" vom Mars. Sie kämen aber nur ab und zu auf die Erde; ganz im Gegenteil: Heinzelmännchen, die in jeder Nacht auf der Trasse Mars- Erde reisen würden. Bei ihm seien sie jedenfalls schon oft gewesen.

Während dem Emanuel am Hochwedel einige Tassen abhanden gekommen Tasse gelandet sein. Und mit dies „Bruder" vom anderen Stern, und „UFO-Nachrichten" sowie ein Buch, das Herr Veit sogleich in seinem VENTLA-Verlag drucken ließ. Da auch dieses Unternehmen „nichtgewinnbringend" ist, dürfen die Bewohner anderer Planeten in Veits Verlag veröffentlichen. Schwierigkeiten bei der Honorarabrechnung kann es ja nicht geben.

Also sprach Ashtar und verkündete eine „Kosmische Warheiten" : „Sofort mit der Atomforschung aufhören, gleichgültig, in welcher Absicht ihr sie betreibt! Wir werden sonst alle damit zusammenhängenden Laboratorien vernichten."

Ashtar und Veit kennen die Wissenschaftler genau : „Sie pfuschen mit einer Formel herum, die sie nicht begreifen."

Wer an die Rettung durch „Planetenbrüder" glaubt, kauft Bücher aus dem VENTLA-Verlag. Wer hingegen an althergebrachten religiösen Vorstellungen festhalten will, greift zu den Traktaten des URGEMEINDE-Verlages.

Quellen und weiter führende Links

  1. Anita Wolf: "Ihr Leben"
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