Gilgamesh-Epos

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Das Gilgamesh Epos gilt als eine der ältesten Legenden der Welt. Das Epos ist in 11 Tafeln unterteilt, welche bis heute noch nicht vollständig rekonstruiert sind. Fragmente der Tafeln konnten jedoch bei diversen Ausgrabungen im nahen Osten sichergestellt werden und geben bereits heute einen guten Überblick über das Epos und seinen Inhalt


Inhalt des Epos

Gilgamesh, der König von Uruk, der als grösster aller Könige gerühmt wird, ist in seiner Jugend unbändig und wild. Um seinem Treiben Einhalt zu gebieten, schafft die Muttergöttin Aruru einen Gefährten für Gilgamesh, Enkidu, welcher ihm an Kraft gleichkommt. Diesen Gefährten lockt Gilgamesh mit einer Dirne in die Falle und in die Zivilisation seines Uruk. Er ringt mit ihm und beide müssen feststellen, dass sie gleich stark sind.
Gilgamesh, der Enikdu als Freund gewinnen konnte, will die Stadt Uruk noch prächtiger gestalten, als sie ist. Er will sie zu einer Festung ausbauen, welche einem König seiner Grösse entspricht. Zu diesem Zweck will er die Zedern im Libanon fällen, um mit dem Holz zu bauen. Der Wächter des Zerdernwaldes, Humbaba, ist jedoch sehr mächtig und Enkidu bezweifelt, dass sie ihn bezwingen werden können.
Mit der Hilfe der Götter gelingt es Gilgamesh, Humbaba zu überwältigen und ihn zu töten. Zusammen mit Enkidu und dem Haupt des Humbaba als Trophäe reist Gilgamesh auf einem Floss zurück nach Uruk.
In Uruk verliebt sich die Göttin Ischtar in den jungen König und will ihn heiraten. Dieser verschmäht sie aber und verärgert sie dadurch. Sie sendet den Himmelsstier auf die Erde, um Gilgamesch zu töten. Dieser Ungeheuer trinkt das Zweistromland trocken und spaltet die Erde mit seinen Hufen. Zusammen mit Enkidu tötet Gilgamesh den Stier und opfert dessen Herz dem Schutzgott Schamasch.
Als Strafe für die Tötung Humbabas und des Stiers beschliessen die Götter, einen der beiden Freunde zu töten. Ihr Los fällt auf Humbaba, der kurz darauf an Fieber stirbt. Gilgamesh beerdigt ihn wie einen König, um die Götter der Unterwelt zu beeindrucken.
Von Trauer überwältigt verlässt Gilgamesh sein Königreich und wandert durch die Wildnis bis ans östliche Ende der Welt. Dort erhält er von den Wächtern zugang zum Lauf der Sonne und verfolgt diesen Lauf bis an sein Ende, um im Jenseits zu landen. Dort empfängt ihn die Göttin Ischtar, um ihn von seiner Irrfahrt abzubringen und zurück nach Uruk zu schicken. Doch Gilgamesh, der vor seinem eigenen Tod flieht, will Uta-napischti, die Sumerische Entsprechung Noahs, finden.
Er überwältigt die steinernen Wächter des Flosses über das Meer der Toten und bewegt den Fährmann dazu, ihn über das Meer zu fahren. Dort lebt Uta-Napischti.
Der Weise Uta-Napischt lehrt Gilgamesh, dass es das Ziel des Königs von Uruk sein müsse, seine Untertanen zu leiten und zu beschützen und dass er all seine Gaben für den Schutz seines Volkes aufwenden soll. Er verlangt auch von ihm, die alten Bräuche und Lehren, welche durch die Sintflut verloren gegangen sind, wieder einzuführen.
Uta-Napischti berichtet ebenfalls von der Sintflut und wie er sie dank seiner Arche überlebt hat. Als er nach der Sintflut ein Opfer für die Götter dargebracht hatte, versammelten sie sich um seinen Altar und gelobten, die Menschheit nie wieder komplett auszulöschen, wenn sie böses taten, sondern nur jene gezielt zu strafen, welche böse Taten begingen.
Gilgamesh muss zusammen mit dem Fährmann die Welt der Unsterblichen verlassen und kehrt in die Welt der Menschen zurück. Dort baut er, wie ihm aufgetragen wurde, die alten Tempel und Heiligtümer wieder auf und führt die alten Lehren wieder ein. Mesopotamien kommt unter Gilgamesh wieder zu seinem alten Glanz zurück und blüht als Zentrum der Welt auf.

Literatur

  • Maul, Stefan M. (2005), Das Gilgamesh Epos. C.H. Beck Verlag, München.
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